Drama in der Langlauf-Staffel Schwedin stürzt und muss mit einem Ski weiterlaufen – Goldmedaille futsch

Jan Arnet

14.2.2026

Auweia! In der Langlauf-Staffel der Frauen kommt es zu dramatischen Szenen. Die Schwedin Ebba Andersson stürzt und muss mehr als eine Minute lang mit einem Ski weiterlaufen. Der Traum von Gold platzt! 

Jan Arnet

Es sind chaotische Bilder in der Frauen-Staffel über 4x7,5 Kilometer. Milde Temperaturen und Dauerregen verwandeln die Loipe in eine Rutschbahn – und sorgen für ein Sturz-Festival. Selbst Top-Favoritinnen bleiben nicht verschont.

Besonders hart trifft es Schwedens Ebba Andersson. Die zweifache Olympia-Zweite geht als zweite Läuferin der Schwedinnen gleich zweimal zu Boden. Während sie beim ersten Ausrutscher noch mit dem Schrecken davonkommt, endet der zweite Sturz dramatisch: In einer Abfahrt verliert sie die Kontrolle und stürzt heftig.

Dabei überschlägt sich Andersson und beschädigt einen Ski. Die Bindung fliegt weg, so kann sie den Ski nicht mehr gebrauchen. Mehr als eine Minute lang kämpft sie sich auf einem Ski weiter, dann eilt ein Servicemann herbei und liefert einen Ersatzski.

Karlsson sichert Schweden noch die Silbermedaille

Die Schwedinnen – vor dem Sturz auf Gold-Kurs – handeln sich einen grossen Rückstand ein. Als Achte übergibt Andersson schliesslich an die nächste Läuferin. So haben die Top-Favoritinnen keine Chance mehr auf den Olympiasieg. 

Gold geht schliesslich an Norwegen, die Schwedinnen sichern sich dank starkem Finish von Schlussläuferin Frida Karlsson immerhin noch die Silbermedaille. Bronze geht an Finnland.

Ebba Andersson (Mitte) wird nach dem Rennen von ihren Teamkolleginnen getröstet.
Ebba Andersson (Mitte) wird nach dem Rennen von ihren Teamkolleginnen getröstet.
imago

Schweizerinnen verpassen Medaille klar

Die Schweizerinnen können nicht mit den Besten mithalten und klassieren sich im 7. Rang. Nadine Fähndrich war nicht mehr in den Kampf um die Medaillen involviert. Das Quartett mit der Schweizerin, der Italienerin, der Deutschen und der Amerikanerin lief 40 Sekunden hinter den Medaillenrängen, ehe die Luzernerin noch den Anschluss verlor. Somit endete ein Rennen enttäuschend, bei dem man nach den ersten beiden Klassisch-Ablösungen noch von einer Medaille träumen durfte.

Bereits bei der Startläuferin Anja Weber wurde offensichtlich, dass die Schweizer Wachs-Crew für das Regenwetter den richtigen Schliff und Klister-Wachs gefunden hat und bei optimalen Rennverlauf womöglich ein Bronze-Coup möglich ist. In der Abfahrt spülte es die Zürcherin zwischenzeitlich sogar an die Spitze. Die 24-Jährige verlor zum Schluss noch leicht den Anschluss und übergab als Neunte.

Völlig ausgepumpt nach ihrem starken Auftritt: Anja Weber.
Völlig ausgepumpt nach ihrem starken Auftritt: Anja Weber.
Keystone

Nadja Kälin musste zunächst sieben Sekunden Rückstand auf die erste Verfolgergruppe wettmachen. Das gelang. Und mehr noch. Im tiefen Sulzschnee, der das Feld in Einzelteile zerlegte, stiess sie bis auf Platz 3 vor. Sie zeigte die klar beste Leistung im Schweizer Team.

Somit war die Schweiz nach Halbzeit im Bronzerennen im Kampf gegen Finnland angekommen. Doch Marina Kälin konnte auf der ersten Skating-Ablösung den Rücken von Vilma Ryytty nicht halten und wurde für ihren zunächst offensiven Auftritt noch bestraft. Sie übergab Schlussläuferin Nadine Fähndrich auf Position 7 mit 36 Sekunden Rückstand auf einen Podestplatz. Ein Exploit wie bei Olympia-Bronze 2002 lag nicht mehr drin.

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