Rast verpasst Medaille Brignone krönt sich auch im Riesenslalom zur Olympiasiegerin

Luca Betschart

15.2.2026

Die Silber-Gewinnerinnen Sara Hector und Thea Louise Stjernesund verneigen sich vor Federica Brignone.
Die Silber-Gewinnerinnen Sara Hector und Thea Louise Stjernesund verneigen sich vor Federica Brignone.
Keystone

Federica Brignone sichert sich nach dem Sieg im Super-G auch die Goldmedaille im olympischen Riesenslalom. Die Italienerin gewinnt vor den zeitgleichen Sara Hector und Thea Stjernesund.

Redaktion blue Sport


Der Vorsprung von Brignone, die schon nach dem ersten Lauf geführt hatte, betrug am Ende 62 Hundertstel. Für die 35-Jährige war es bereits die fünfte Medaille an Olympischen Spielen, die dritte im Riesenslalom und die zweite an den diesjährigen Spielen, nachdem sie erst kurz zuvor ihr Comeback nach schwerer Verletzung gegeben hatte. Silber ging an die Schwedin Hector, die vor vier Jahren in Peking Gold geholt hatte und die Norwegerin Stjernesund.

So gross die Differenz zwischen der Siegerin und dem Rest war, so eng war es dahinter. Am Gewinn einer Medaille schrammten insbesondere Lara Della Mea und Julia Scheib vorbei. Der Italienerin fehlten fünf Hundertstel, der Österreicherin deren sieben. Scheib, die in dieser Saison in der Hälfte aller Riesenslaloms zuoberst auf dem Podest stand, handelte sich im ersten Lauf bei der letzten Welle vor dem Ziel einen grossen Rückstand ein, den sie in der Entscheidung nicht mehr ganz wettmachen konnte.

Rast verpasst Aufholjagd im 2. Lauf

Selbst Camille Rast fehlten im 12. Rang lediglich 37 Hundertstel zu einer Medaille. Die Walliserin kam nicht gut zurecht mit dem wenig steilen und mit vielen Wellen versehenen Hang. In beiden Läufen gehörte sie im ersten Abschnitt zwar zu den Schnellsten. Dann schlichen sich bei der dreifachen Podestfahrerin des Riesenslalom-Winters aber Fehler ein. Ausgerechnet im wichtigsten Rennen der Saison resultierte das zweitschlechteste Resultat.

Vanessa Kasper und Sue Piller sammelten bei ihrem ersten Rennen unter den fünf Ringen Erfahrungen. Die 29-jährige Bündnerin Kasper und die neun Jahre jüngere Freiburgerin Piller klassierten sich mit mehr als zwei Sekunden Rückstand innerhalb von vier Hundertsteln auf den Plätzen 23 und 24. Wendy Holdener verzichtete kurzfristig auf einen Start. Die Schwyzerin konzentriert sich stattdessen voll und ganz auf den Slalom vom Mittwoch.


Der Live-Ticker

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  • Die Rangliste

    fis-ski.com
  • Rang 1 nach dem 1. Lauf

    Brignone bleibt cool und ist Doppel-Olympiasigerin!

    Mit grossem Vorsprung nimmt Federica Brignone den 2. Lauf in Angriff – und lässt überhaupt nichts anbrennen. Am Ende sind es 62 Hundertstel Vorsprung für die Italienerin, die nach dem Sensationssieg im Super-G auch im Riesenslalom Olympia-Gold holt. Incredibile!

  • Rang 2 nach dem 1. Lauf

    Zwei Fehler kosten Dürr die Medaille

    Lena Dürr, die mit Startnummer 29 auf Rang 2 im ersten Lauf fuhr, hat oben einen dircken Schnitzer drin und verliert entsprechend viel Zeit. Dann muss sie angreifen und kann aufholen. Auf Kurs zur Bestzeit unterläuft der Deutschen ganz unten noch einmal ein Fehler – so ist die Medaille futsch. Zwischenrang 8.

  • Rang 3 nach dem 1. Lauf

    Goggia geschlagen

    Jetzt kommt Sofia Goggia. Die Speedfahrerin zeigte einen ganz starken Auftritt im ersten Lauf, kann da im zweiten aber nicht anknüpfen. Die Lokalmatadorin kommt nur als Achte ins Ziel.

  • Rang 4 nach dem 1. Lauf

    Colturi verpasst die Medaille

    Gleiche Ausgangslage für Colturi: Die Albanerin nimmt keinen Vorsprung mit, verliert oben dann viel Zeit und kann nicht mehr aufholen. Colturi macht ganz unten noch einen grossen Fehler und klassiert sich im 13. Zwischenrang.

  • Rang 4 nach dem 1. Lauf

    Hector wieder genau gleich schnell wie Stjernesund

    Sara Hector nimmt keinen Vorsprung mit und liefert sich auch im zweiten Lauf ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Stjernesund. Und es kommt, wie es kommen muss: Die Schwedin und die Norwegin sind erneut genau gleich schnell!

  • Rang 4 nach dem 1. Lauf

    Stjernesund übernimmt die Führung

    Drei Athletinnen der Spitzengruppe waren im ersten Lauf zeitgleich. Die erste von ihnen, die den zweiten Lauf in Angriff nimmt, ist Stjernesund. Und die Norwegerin liefert! 5 Hundertstelt rettet sie ins Ziel, das ist die neue Bestzeit.

  • Rang 7 nach dem 1. Lauf

    Shiffrin kommt nicht auf Touren

    Mikaela Shiffrin nimmt 17 Hundertstelt Vorsprung mit – und verspielt diesen im Mittelabschnitt. Unten verliert die US-Amerikanerin noch mehr Zeit und kommt als Sechste ins Ziel. Damit bleibt für die Ausnahmekönnerin der Slalom, um noch eine Medaille zu holen.

  • Rang 8 nach dem 1. Lauf

    Grenier enttäuscht im 2. Lauf

    Jetzt geht es um die Wurst: Wer kann Lara Della Mea von der Spitze verdrängen? Valerie Grenier ist es nicht. Die Kanadierin verpasst die Bestzeit um 41 Hundertstel.

  • Rang 9 nach dem 1. Lauf

    Auch Holtmann verliert Hundertstel-Krimi

    7 Hundertstel fehlen der Norwegerin am Schluss! Della Mea bleibt vorne.

  • Rang 10 nach dem 1. Lauf

    Robinson als Dritte im Ziel

    Unglaublich, auch Alice Robinson kann Della Mea nicht bezwingen. Zwischenrang 3 für die Neuseeländerin.

  • Rang 11 nach dem 1. Lauf

    Auch Scheib schafft's nicht nach vorne

    Es bleibt ein spezielles Rennen: Die Österreicherin ist oben voll auf Kurs und hat viel Vorsprung, doch den verspielt sie schnell wieder. Am Ende fehlen 2 Hundertstel auf die Bestzeit.

  • Rang 12 nach dem 1. Lauf

    Camille Rast verpasst die Bestzeit

    Jetzt kommt Camille Rast. Um noch Chancen auf eine Medaille zu haben, braucht die Schweizerin eine grosse Aufholjagd. Entsprechend geht Rast volles Risiko. Oben ist sie schneller als Della Mea, doch im mittleren Streckenteil verliert sie brutal viel Zeit. Unten kann sie noch ein wenig Zeit gutmachen, doch es reicht nicht zur Bestzeit. Zwischenrang 3 für die Walliserin.

  • Rang 13 nach dem 1. Lauf

    Gasienica-Daniel auf Zwischenrang 2

    Im ersten Lauf war die Polin genau gleich schnell wie Moltzan, im zweiten kommt sie viel besser durch als die US-Amerikanerin. Zur Bestzeit reicht es aber auch Gasienica-Daniel nicht.

  • Rang 14 nach dem 1. Lauf

    Moltzan deutlich geschlagen

    Nach Della Mea geht auch Paula Moltzan voll auf Attacke! Bei der US-Amerikanerin will es aber nicht aufgehen. Moltzan verliert 0,60 Sekunden auf die BEstzeit – das ist eine Enttäuschung.

  • Rang 15 nach dem 1. Lauf

    Zenere geschlagen – Della Mea führt jetzt

    Die Italienerin Lara Della Mea lanciert die Entscheidung im Olympia-Riesenslalom. Jetzt kommen die Top 15 des 1. Laufs. Della Mea zeigt einen wilden Ritt, steht mehrmals kurz vor dem Ausfall – doch schafft es mit neuer Bestzeit ins Ziel. 46 Hundertstel hat sie Vorsprung.

  • Rang 16 nach dem 1. Lauf

    Astner auf Zwischenrang 3

    Nina Astner aus Österreich kann ebenfalls nicht mit der Führenden mithalten und verliert fast eine halbe Sekunde auf Zenere.

  • Rang 17 nach dem 1. Lauf

    Emma Aicher verpasst die Bestzeit

    Die Deutsche will voll angreifen, um einen Sprung nach vorne zu machen. Das gelingt nicht wirklich. Aicher verliert im Mittelteil zu viel Zeit und klassiert sich auf Zwischenrang 3.

  • Rang 18 nach dem 1. Lauf

    Ausfall für Kajsa Lie

    Grosser Rückstand bei der ersten Zwischenzeit und dann rutscht sie weg. Ein Rennen zum Vergessen für die Norwegerin.

  • Rang 19 nach dem 1. Lauf

    Zwischenrang 5 für Doriane Escane

    Die Französin zeigt einen soliden Lauf, schaftt es aber nicht in die Leaderbox. Escane kommt als Fünfte ins Ziel.

  • Rang 20 nach dem 1. Lauf

    Brunner schafft es nicht ins Ziel

    Die Österreicherin geht zu direkt auf die Tore und verpasst dann eines. Jetzt ruhen die Hoffnungen bei Österreich auf Julia Scheib.

  • Rang 21 nach dem 1. Lauf

    Richardson verliert viel Zeit

    Die Kanadierin Britt Richardson verliert schon oben viel Zeit und kommt überhaupt nicht auf Touren. Sie reiht sich zuhinterst im Klassement ein.

  • Rang 22 nach dem 1. Lauf

    Zenere mit neuer Bestzeit

    Jubel bei den italienischen Fans im Ziel: Asja Zenere übernimmt die Führung mit 38 Huntersteln Vorsprung.

  • Rang 23 nach dem 1. Lauf

    Kasper verpasst die Führung klar

    Mit Vanessa Kasper kommt die nächste Schweizerin. Sie verpasst die Bestzeit klar und kommt als Vierte ins Ziel.

  • Rang 24 nach dem 1. Lauf

    Ljutic in Führung

    Zrinka Ljutic will es in diesem Winter überhaupt nicht laufen. Immerhin leuchtet es bei der Kroatien heute im Ziel grün auf. Ljutic übernimmt die Führung mit 0,30 Sekunden Vorsprung

  • Rang 25 nach dem 1. Lauf

    Bucik Jogan scheidet aus

    Schon nach wenigen Fahrsekunden rutscht die Slowenin weg und scheidet aus. Eine weitere Enttäuschung für Ana Bucik Jogan.

  • Rang 26 nach dem 1. Lauf

    Sylvester-Davik reiht sich zuhinterst ein

    Es ist ein fehlerfreier, aber nicht besonders schneller Auftritt der jungen Norwegerin. Sie reiht sich noch hinter Sue Piller ein, die wieder einen Rang gewinnt.

  • Rang 27 nach dem 1. Lauf

    Zwischenrang 2 für Aronsson Elfman

    Die Schwedin verliert oben viel Zeit, kommt dann aber besser in Fahrt und verpasst die Bestzeit um nur 4 Hundertstel.

  • Rang 28 nach dem 1. Lauf

    Sue Piller verpasst die Bestzeit

    Bereits in die erste von drei Schweizerinnen in diesem 2. Lauf unterwegs. Die 20-jährige Sue Piller sammelt wichtige Erfahrungen, scheint aber etwas verunsichert zu sein und kommt nicht an die Bestzeit heran. Trotzdem ist es alles in allem ein gelungener Auftritt.

  • Rang 29 nach dem 1. Lauf

    O'Brien als Erste des 2. Laufs im Ziel

    Nina O'Brien will nach dem enttäuschenden Auftritt im 1. Lauf einige Plätze gutmachen. Die US-Amerikanerin kommt gut durch und setzt eine erste Richtzeit: 2:15.31

  • Rang 30 nach dem 1. Lauf

    Cerutti stürzt

    Schrecksekunde bei der Französin Camille Cerutti, die den 2. Lauf eröffnet. Sie stürzt im unteren Streckenteil. Glücklicherweise hat sie sich nicht verletzt.

  • Die Startliste des 2. Laufs

    fis-ski.com
  • Jetzt geht es weiter

    Der zweite Lauf startet um 13.30 Uhr und wird von der Französin Camille Cerutti eröffnet. Als dritte Fahrerin ist mit Sue Piller bereits eine Schweizerin an der Reihe.

  • Zusammenfassung 1. Lauf

    Auf dem nicht allzu steilen, aber mit vielen Wellen versehenen und daher tückischen Hang in Cortina d'Ampezzo entwickelte sich ein Rennen, in dem die hinteren Startnummern das Klassement ordentlich durcheinanderwirbelten. Bis Brignone als 14. ins Rennen stieg, führten Lara Colturi, Sara Hector und Thea Stjernesund zeitgleich. Die 35-jährige Italienerin legte dann mit einer fehlerfreien Fahrt eine Differenz von 0,74 zwischen sich und das Trio und lancierte das Rennen neu.

    In die Lücke stiessen in der Folge überraschend die Slalomspezialistin Lena Dürr (0,34 Sekunden zurück) aus Deutschland und Brignones Landsfrau Sofia Goggia (+0,46), die in den Speed-Disziplinen stärker einzuschätzen ist als im Riesenslalom.

    Camille Rast war im ersten Streckenteil die Schnellste, büsste unten mit einer fehlerhaften Fahrt aber viel Zeit ein und liegt mit 1,14 Sekunden Rückstand im 12. Zwischenrang, direkt hinter Julia Scheib. Der Saisondominatorin aus Österreich, die vier von acht Riesenslaloms gewinnen konnte, hatte wie so viele andere Fahrerinnen über die letzte Welle vor dem Ziel eine falsche Richtung und verlor viel Zeit. Den beiden fehlen rund sieben Zehntel auf das Podest.

    Vanessa Kasper (22.) und Sue Piller (25.) büssten mehr als zwei Sekunden auf die Bestzeit ein. Wendy Holdener verzichtete kurzfristig auf einen Start. Die Schwyzerin konzentriert sich stattdessen voll und ganz auf den Slalom vom Mittwoch.

    Das Klassement nach dem 1. Lauf
    Das Klassement nach dem 1. Lauf
    Bild: FIS
  • Startnummer 29

    Sue Piller

    Piller greift an, handelt sich aber schon im oberen Teil einen relativ grossen Rückstand ein. Auch unten kann sie nicht aufdrehen und kommt mit einem Rückstand von 2.33 Sekunden ins Ziel. Kurz darauf sind die Top 30 im Ziel: Brignone führt das Klassement bei Halbzeit an, die Schweizer Hoffnung Camille Rast ist auf Zwischenrang 12 zu finden.

  • Startnummer 27

    Vanessa Kasper

    Die zweite Schweizerin des Rennens zeigt sich etwas verhalten und könnte bei einige Stellen noch mehr Risiko eingehen. Die Zurückhaltung wird mit einem Rückstand von über 2 Sekunden bestraft. Das bedeutet Zwischenrang 22. 

  • Startnummer 17

    Sofia Goggia

    Was ist denn hier los? Auch Goggia überrascht mit einer schnellen Fahrt. Die Speed-Spezialistin verliert auf Landsfrau Brignone nur 46 Hundertstel und landet auf Zwischenrang 3.

  • Startnummer 16

    Lena Dürr

    Die Deutsche überrascht mit einer hervorragenden Fahrt und kann einigermassen mit Brignone mithalten. Bis ins Ziel verliert sie nur 0.34 Sekunden – das bedeutet Zwischenrang 2!

  • Startnummer 15

    Britt Richardson

    Die Kanadierin schlägt sich bis zum letzten Streckenabschnitt gut, bevor sie ganz unten über eine Sekunde einbüsst. Richardson reiht sich auf Rang 13 ein.

  • Startnummer 14

    Federica Brignone

    Die Super-G-Olympiasiegerin setzt neue Massstäbe! Von oben bis unten zeigt die Italienerin eine starke Fahrt – und nimmt der Konkurrenz 74 Hunderstel und mehr ab. Was für ein Auftritt!

  • Startnummer 13

    Maryna Gasienica-Daniel

    Die Polin hält mit den Schnellsten mit und ist gar auf Podestkurs. Bei der letzten Welle allerdings macht sie einen weiten Umweg – und hält den Rückstand dennoch in Grenzen. Gasienica-Daniel landet mit 42 Hundertstel Rückstand auf Rang 9.

  • Startnummer 12

    Lara Della Mea

    Die Italienerin zeigt eine gute Fahrt und ist voll mit dabei. Bis ins Ziel verliert sie auf die Bestzeit bloss 45 Hundertstel. Das reicht allerdings nur für Zwischenrang 10. Die Ausgangslage für den 2. Lauf verspricht Hochspannung.

  • Startnummer 11

    Nina O’Brien

    Die US-Amerikanerin kommt nicht auf Touren und büsst enorm viel Zeit ein. Im Ziel sind es 1.84 Sekunden – O’Brien reiht sich als Letzte ins Zwischenklassement ein.

  • Startnummer 10

    Lara Colturi

    Ganz starker Auftritt der Albanierin! Einzig im zweiten Abschnitt verliert sie Zeit, ansonsten ist sie gar schneller als Hector. Im Ziel ist Colutri genau gleich schnell wie Hector und Stjernesund – drei Fahrerinnen führen das Klassement gemeinsam an!

  • Startnummer 9

    Valérie Grenier

    Die Kanadierin legt einen Steigerungslauf hin. Nach dem ersten Sektor nur auf Platz 9, kann sie sich bis ins Ziel auf Platz 4 verbessern. Ihr Rückstand: 0.29 Sekunden.

  • Startnummer 8

    Zrinka Ljutic

    Die Kroatin verliert vor allem zwischen der zweiten und dritten Zwischenzeit viel Zeit. Als erste Fahrerin verliert sie über eine Sekunde auf die Bestzeit und reiht sich zuhinterst im Klassement ein.

  • Startnummer 7

    Julia Scheib

    Die Österreicherin legt ganz stark los, bei der ersten Zwischenzeit hat sie 28 Hundertstel Vorsprung. Doch auch Scheib kann diesen Vorsprung nicht verteidigen. Sie reiht sich auf Position 4 ein und ist nur eine Hundertstel schneller als Camille Rast.

  • Startnummer 6

    Alice Robinson

    Die Neuseeländerin liefert sich mit Hector ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Kurz vor der letzten Zwischenzeit kommt sie von der Linie weg und verliert deshalb im untersten Streckenteil noch Zeit. Im Ziel ist sie 5 Hundertstel schneller als Rast und verdrängt die Schweizerin von Position 4. 

  • Startnummer 5

    Paula Moltzan

    Die US-Amerikanerin schlägt sich ähnlich wie Rast. Ganz oben hat sie die Nase vorne, dann hält sich aber nicht ganz mit Hector mit. Im Ziel beläuft sich der Rückstand auf 42 Hundertstel.

  • Startnummer 4

    Camille Rast

    Rast startet wie die Feuerwehr und hat bei der ersten Zwischenzeit schon 0.4 Sekunden Vorsprung. Dann aber hält die Schweizerin nicht mit Hector mit, bei der dritten Zwischenzeit ist der Rückstand gar auf 6 Zehntel gewachsen. Im untersten Teil macht Rast noch einmal Zeit gut, im Ziel ist es Zwischenrang 4 mit 0.4 Sekunden Rückstand. 

  • Startnummer 3

    Mikaela Shiffrin

    Shiffrin startet schnell, verliert nach der ersten Zwischenzeit aber kontinuierlich etwas Zeit. Der Rückstand bleibt aber knapp, im Ziel reiht sich Shiffrin mit 0.28 Sekunden auf Rang 3 ein.

  • Startnummer 2

    Sara Hector

    Die Schwedin hat kurz nach dem start eine Schrecksekunde zu überstehen und hat bei der ersten Zwischenzeit Verspätung. Dann dreht sie auf und zieht an Stjernesund vorbei, bevor ihr kurz vor dem Ziel noch einmal ein Fehler unterläuft. Im Ziel ist Hector genau gleich schnell wie Stjernesund.

  • Startnummer 1

    Thea Louise Stjernesund

    Mit leichter Verzögerung nimmt die Norwegerin den 1. Lauf bei strahlendem Sonnenschein in Angriff. Sie kommt ohne groben Schnitzer durch und kommt nach 1:03:97 ins Ziel.

  • Alles bereit in Cortina

    Gleich geht es los mit dem 1. Lauf! Thea Louise Stjernesund eröffnet das Rennen in Kürze.

  • Holdener verzichtet auf Start

    Das Schweizer Frauen-Team ist im olympischen Riesenslalom in Cortina nur mit einem Trio am Start. Wendy Holdener verzichtet kurzfristig auf die Teilnahme. Die Schwyzerin fokussiert sich auf den Slalom vom Mittwoch. Die durch den Startverzicht gewonnene Zeit wird sie in ein zusätzliches Training in ihrer bevorzugten Disziplin investieren.

    Die Schweizer Vertretung im Riesenslalom bilden Camille Rast, Vanessa Kasper und Sue Piller.

  • Die Startliste für den 1. Lauf

    Bild: FIS
  • Rast ist die grosse Schweizer Hoffnung

    Es ist fast eine Beleidigung für Camille Rast. Als «Madame 50 Prozent» habe sie der Swiss-Ski-Medienbetreuer Jérôme Krieg bezeichnet, erzählt die Slalom-Weltmeisterin lachend. Die Hälfte der Rennen auf dem Podest, die Hälfte nicht. Das ist eigentlich eine grobe Untertreibung. Zum einen gehören dazu nicht weniger als vier 4. Plätze, zum anderen gilt das für die gesamte Saison.

    «Ich hoffe, dass ich diese 4. Plätze nicht mehr so oft sehe. Lieber möchte ich auf das Podest, aber das will ja jede Athletin.» In den fünf Slaloms und vier Riesenslaloms seit der Rückkehr aus Nordamerika Mitte Dezember stand Rast sieben Mal au dem Podest, in Kranjska Gora gewann sie beide Rennen.

    Nicht ganz so begeistert ist Rast von den Pisten auf der Olimpia delle Tofane, die auf die Speedspezialistinnen zugeschnitten ist. Für die Technikerinnen bieten sie nur wenige Herausforderungen. «Da darf man sich absolut keine Fehler erlauben», weiss Rast. Sie nimmt die Herausforderung an und sagt auch: «Da muss man sich anpassen.» Im Slalom der Team-Kombination fuhr sie am Dienstag immerhin die drittbeste Zeit – hinter Emma Aicher und Wendy Holdener.

    Die Walliserin, die erst im letzten Winter in die absolute Weltspitze vorgestossen ist, macht einen äusserst gefestigten Eindruck. «Vielleicht kann ich das beste Rennen meines Lebens machen, und es ist trotzdem jemand schneller. Wenn ich die beste Version von mir selber gegeben habe, bin ich sehr, sehr zufrieden», sagt Rast. Und eines ist der 26-jährigen Walliserin auch noch wichtig: «Die Leute sind hierhergekommen in den Ferien und wollen Emotionen sehen. Die will ich ihnen geben, ich mag eine gute Show.»

    Camille Rast hat in dieser Weltcup-Saison alle ihre gesetzten Ziele übertroffen – nun will sie auch in Cortina eine gute Show bieten.
    Camille Rast hat in dieser Weltcup-Saison alle ihre gesetzten Ziele übertroffen – nun will sie auch in Cortina eine gute Show bieten.
    Bild: sda
  • Shiffrin und ihre Olympia-Dämonen

    Mikaela Shiffrin sucht das Drama und die Öffentlichkeit nicht so sehr wie ihre noch berühmtere Landsfrau Lindsey Vonn. In den letzten Jahren ist es eher so, dass das Drama sie sucht. In Peking 2022 und in Killington im November 2024 erlebte sie zwei ziemlich traumatische Erlebnisse.

    Für Shiffrin ist klar, welches schlimmer war. «Ich würde Peking jederzeit dem Sturz in Killington vorziehen», sagte sie vor dem Start der Spiele in Cortina. Auf dem Weg zu ihrem 100. Weltcupsieg – der nächstbeste Skifahrer ist Ingemar Stenmark mit 86 und sie selber steht mittlerweile bei 108 – war sie ausgerechnet unweit ihres Zuhauses in Vermont so unglücklich gestürzt, dass sie sich mit dem Stock eine üble Verletzung im Bauch zufügte.

    Kleine Schritte

    Während sie im Slalom erstaunlich schnell wieder zur dominanten Fahrerin wurde, tat sie sich im Riesenslalom lange sehr schwer. Erst im letzten Rennen vor Olympia schaffte sie es in Tschechien vierzehn Monate nach dem Unfall als Dritte erstmals wieder aufs Podest. Die Blockade war mehr im Kopf als im Körper. «Diese Kämpfe verlaufen nicht linear», erklärt Shiffrin. «Es geht nicht, wie man es erwartet.» Es sei ein Prozess, der Zeit brauche. «Zeit hilft, sich dem in kleinen Schritten auszusetzen. Es bringt nichts, sich vor seinen Ängsten zu verstecken.»

    Ihre Angst vor den Riesenslalom-Schwüngen hat Shiffrin überwunden, nun bleiben noch die Dämonen von Peking. In ihrem Palmarès fehlt nichts. Die Amerikanerin ist erst 30 Jahre alt, hat aber bereits alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. 2014 gab es als Teenager Olympia-Gold im Slalom, vier Jahre später in Pyeongchang Riesenslalom-Gold und Kombi-Silber. Schon acht Mal war sie Weltmeisterin, fünf Mal gewann sie den Gesamt-Weltcup.

    Debakel im Kombi-Slalom

    In Peking aber erlebte sie ein olympisches Debakel, schied in ihren Paradedisziplinen Slalom, Riesenslalom und Kombination aus und blieb in sechs Starts ohne weitere Medaille. In Cortina war am Dienstag bei erster Gelegenheit alles aufgelegt, um auch olympisch in die Spur zurück zu finden. In der Team-Kombination legte Breezy Johnson wie an der WM in Saalbach mit der Abfahrts-Bestzeit vor, Shiffrin hätte nur noch einen durchschnittlichen Slalomlauf ins Ziel bringen müssen. Stattdessen resultierte nur die 15. Zeit für die Slalom-Dominatorin, die sieben von acht Saisonrennen in dieser Disziplin gewonnen hat. Wieder keine Medaille.

    Im Riesenslalom am Sonntag ist Shiffrin nicht die Topfavoritin auf den Sieg. Ein Podestplatz wäre aber eine grosse Erlösung und würde viel Druck vom abschliessenden Slalom am Mittwoch, wo der Erfolg dann definitiv über sie führen wird, nehmen. Der Slalom in der Team-Kombination hat aber die Dämonen mit Bestimmtheit nicht vertrieben.

    Die Erinnerungen an die letzten Olympischen Spiele sind noch da: Mikaela Shiffrin will am Sonntag die Dämonen vertreiben.
    Die Erinnerungen an die letzten Olympischen Spiele sind noch da: Mikaela Shiffrin will am Sonntag die Dämonen vertreiben.
    Bild: sda
  • Hallo …

    … und herzlich willkommen zum Live-Ticker des Olympia-Riesenslaloms der Frauen. Der 1. Lauf startet um 10 Uhr, bevor es im 2. Lauf ab 13.30 Uhr um die Medaillen geht. Hier bist du live mit dabei. 

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