Schweizer Doppelsieg in Team-Kombi Von Allmen und Nef holen Gold, Meillard und Odermatt Silber

Sandro Zappella

9.2.2026

Hier ist klar: Die Schweiz gewinnt zwei Kombi-Medaillen

Hier ist klar: Die Schweiz gewinnt zwei Kombi-Medaillen

Nach Alex Vinatzers Zieleinfahrt gibt's bei Nef und Co. kein Halten mehr.

09.02.2026

Die Schweizer Alpinen liefern an Olympia weitere Medaillen. Nach Abfahrts-Gold gewinnt Franjo von Allmen in Bormio in der Team-Kombination mit Tanguy Nef gleich nochmals Gold.

Sandro Zappella

Olympia-Debütant von Allmen schaffte damit innert drei Tagen Historisches: Der erst 24-jährige Berner ist der erste männliche Alpin-Fahrer aus der Schweiz mit zwei Olympiasiegen.

Nach der Abfahrt, dem ersten Teil des Wettkampfs, der an Winterspielen zum ersten Mal zur Austragung gelangte, lagen die nachmaligen Sieger noch an vierter Stelle. Abfahrts-Olympiasieger von Allmen war vor allem im untersten Teil nicht die gleich unwiderstehliche Fahrt wie zwei Tage zuvor gelungen, weshalb er sich mit 0,42 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Giovanni Franzoni im 4. Rang einreihte.

Doch sein Partner Tanguy Nef, der im Weltcup im Slalom noch nie in die Top 3 fuhr, preschte mit Laufbestzeit überlegen an die Spitze und gewann seine zweite Medaille an einem Grossanlass. Vor Jahresfrist, als die Schweizer Duos an der WM in Saalbach gleich alle drei Podestplätze besetzt hatten, war der 29-jährige Genfer mit Alexis Monney Zweiter geworden.

Damals wie jetzt in Bormio zuoberst: Franjo von Allmen. In Österreich hatte sich der Berner Oberländer aus Boltigen zusammen mit Meillard Gold gesichert.

Erste Olympia-Medaille für Meillard

Für Odermatt/Meillard resultierte der 2. Rang. 0,99 Sekunden Rückstand betrug die deutliche Differenz zu den Siegern. Nach halbem Pensum und einer starken Abfahrt von Odermatt lag das als «Schweiz 1» aufgestellte Team noch um 14 Hundertstel vor ihren Teamkollegen. Doch Slalom-Weltmeister Meillard, der an Olympia 2018 und 2022 noch ohne Medaille geblieben war, büsste zwischen den Stangen mehr als eine Sekunde auf den entfesselten Nef ein.

Ex-aequo Silber ging an das österreichische Duo Vincent Kriechmayr/Manuel Feller. Für den 34-jährigen Kriechmayr war es im siebten Olympia-Rennen die erste Medaille.

Das Schlussklassement

Der Live-Ticker zur Nachlese

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  • Liveticker beendet
  • Rang 1 nach der Abfahrt

    Italien 1 Franzoni/Vinatzer

    Alex Vinatzer verliert schon im obersten Streckenteil sieben Zehntel. Der Druck ist einfach riesig vor Heimpublikum und so kommt es, wie es kommen muss: Vinatzer auf Rang 7, Doppelsieg für die Schweiz!

  • Rang 2 nach der Abfahrt

    Schweiz 3 Monney/Yule

    Daniel Yule verliert schon im obersten Teil viel Zeit. Und das zieht sich leider bis ins Ziel durch. Yule ist hier brutal geschlagen und fällt mit zwei Sekunden Rückstand auf Rang 12 zurück.

  • Rang 3 nach der Abfahrt

    Schweiz 1 Odermatt/Meillard

    Loic Meillard fährt sauber, aber weniger angriffig als Nef vor ihm. Und so verliert der Teamkollege von Marco Odermatt kontinuierlich Zeit. Im Ziel sind es 0,99 Sekunden und damit zeitgleich mit Kriechmayr/Feller.

  • Rang 4 nach der Abfahrt

    Schweizer 2 von Allmen/Nef

    Nef startet schon gut und verliert fast nichts von seinem Vorsprung. Der Schweizer baut den Vorsprung sogar noch aus. Was für eine Leistung und damit haben wir eine Schweizer Medaille schon auf sicher!

  • Rang 5 nach der Abfahrt

    Italien 2 Paris/Sala

    So, jetzt geht's langsam um die Medaillen. Aber der Italiener fährt viel zu kontrolliert und mit zu wenig Risiko. Gegen unten ist es dann besser, aber er ist zeitgleich mit Noël auf Zwischenrang 3.

  • Rang 6 nach der Abfahrt

    Frankreich 1 Allegre/Noël

    Clement Noël mit einer Fahrt fast gleich schnell wie Feller vor ihm, ist im Ziel aber 0,13 Sekunden zurück und damit nur auf Rang 3.

  • Rang 7 nach der Abfahrt

    Österreich 1 Kriechmayr/Feller

    Manuel Feller ist der letzte aus einem österreichischen Quartett. Feller hat einen kleinen Fehler drin, geht aber dennoch mit 0,03 Sekunden Vorsprung in Führung.

  • Rang 8 nach der Abfahrt

    Österreich 4 Haaser/Matt

    Wieder Österreich und es gibt ein neues Führungsduo Michael Matt mit der bisher schnellsten Slalom-Zeit in Führung. Das war sehr eindrücklich und wieder stellt sich die Frage: Reicht es bis in die Top 3?

  • Rang 9 nach der Abfahrt

    Österreich 3 Hemetsberger/Schwarz

    Das nächste Team aus Österreich ist langsamer unterwegs und wird heute einen Podestplatz verpassen.

  • Rang 10 nach der Abfahrt

    Österreich 2 Babinsky/Gstrein

    Sackstarke Fahrt von Fabio Gstrein. Team Österreich 2 übernimmt mit zwei Zehnteln Vorsprung. Wird aber dennoch klappt mit einem Platz auf dem Podest.

  • Rang 11 nach der Abfahrt

    Deutschland Jocher/Strasser

    Der Slalom-Lauf wurde vom deutschen Trainer gesetzt und Linus Strasser kann das zu Beginn ausnutzen, fällt dann aber um 0,08 Sekunden hinter Team Finnland.

  • Rang 12 nach der Abfahrt

    Italien 3 Casse/Saccardi

    Italien mischt auch zum ersten Mal mit hier im Slalom. Doch Tommaso Saccardi ist noch kein etablierter Weltcup-Slalomfahrer, er ist sogar noch ohne Weltcup-Punkte. Aber der Italiener zeigt eine tolle Leistung und fährt trotz Stockbruch auf den dritten Zwischenrang. 

  • Rang 13 nach der Abfahrt

    Finnland Lehto/Hallberg

    Hallberg greift voll an, im Ziel sind es dann 0,27 Sekunden Vorsprung. Es war sicher eine gute Leistung, aber reicht das für die Medaillen? 

  • Rang 14 nach der Abfahrt

    Schweiz 4 Rogentin/Iten

    Das erste Schweizer Duo ist an der Reihe. Stefan Rogentin gelang die Abfahrt nicht nach Wunsch und auch Mathias Iten kann die Kohlen nicht aus dem Feuer holen. Rang 5 für die Schweizer.

  • Rang 15 nach der Abfahrt

    Norwegen 1 Sejersted/McGrath

    McGrath startet heute mit Trauerflor. Der Grossvater des Norwegers verstarb während der Eröffnungsfeier. Und McGrath kann seine Trauer hier in positive Energie umwandeln und fährt mit fast einer halben Sekunde Vorsprung in Führung.

  • Rang 16 nach der Abfahrt

    USA Negomir/Radamus

    Das US-Duo hat keine Chance. Radamus ist auch kein Slalom-Spezialist und verliert dementsprechend viel Zeit auf Rassat.

  • Rang 17 nach der Abfahrt

    Frankreich 3 Alphand/Amiez

    Schon der nächste Franzose hier auf der Piste. Steven Amiez kann nicht ganz mit Teamkollege Rassat mithalten und fährt mit 0,27 Sekunden Rückstand auf Rang 2.

  • Rang 18 nach der Abfahrt

    Frankreich 2 Muzaton/Rassat

    Frankreich geht hier durch Paco Rassat in Führung. Dieser ist nochmals etwas schneller als Timon Haugan vor ihm.

  • Rang 19 nach der Abfahrt

    Norwegen 2 Sellaeg/Haugan

    Timon Haugan, einer der besten Skifahrer im Weltcup holt hier 3,8 Sekunden raus auf den Tschechen vor ihm.

  • Rang 20 nach der Abfahrt

    Tschechien Zabystran/Müller

    Der Tscheche Marek Müller kommt als erster Slalom-Fahrer ins Ziel. Seine Zeit von 2:50.70 wird definitiv noch unterboten werden.

  • Die Startliste für den Slalom

    screenshot: fis
    screenshot: fis
  • Willkommen zur Entscheidung

    In der Team-Kombination der Männer steht der Slalom und damit die Entscheidung an. Die Schweizer Abfahrer haben sich bestens in Stellung gebracht, gleich drei Teams haben noch Chancen auf Edelmetall. Tanguy Nef geht als Vierter in den Slalom (0,42 Sekunden Rückstand auf Leader Vinatzer), Loic Meillard als Dritter (0,28 Sek) und Daniel Yule als Zweiter (0,17 Sek).