Zwei Schweizer Medaillen im Super-G Von Allmen schafft den Gold-Hattrick – Bronze für Odermatt

Jan Arnet

11.2.2026

Gold-Hattrick! Franjo von Allmen fährt auch im Super-G zum Olympiasieg

Gold-Hattrick! Franjo von Allmen fährt auch im Super-G zum Olympiasieg

11.02.2026

Franjo von Allmen schafft den Gold-Hattrick! Nach dem Triumph in der Abfahrt und in der Team-Kombi holt der Berner auch im Super-G den Olympiasieg. Er gewinnt vor Ryan Cochran-Siegle und Marco Odermatt.

Redaktion blue Sport

Von Allmen schreibt mit seinem Sieg im Super-G weiter Olympia-Geschichte. Er ist der erste Schweizer überhaupt, der den Super-G bei den olympischen Winterspielen gewinnt. Vor dem 24-Jährigen aus Boltigen schaffte es auch noch nie ein Schweizer – egal ob Mann oder Frau –, an den gleichen Winterspielen drei Goldmedaillen zu gewinnen.

Der Berner Oberländer kann als erst dritter Skifahrer überhaupt drei Olympiasiege an einer einzigen Austragung holen. Das ist zuvor nur dem Österreicher Toni Sailer (1956) und Jean-Claude Killy aus Frankreich (1968) gelungen. Bei den Frauen hat dies nur die Kroatin Janica Kostelic (2002) geschafft.

Von Allmen ist in Bormio 13 Hundertstel schneller als der US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle, der überraschend Silber gewinnt. Marco Odermatt holt zwar mit Bronze seine zweite Medaille an diesen Spielen (nach Silber in der Team-Kombination), der Weltcup-Dominator wird damit aber wohl nicht vollends zufrieden sein.

Odermatt im Hundertstel-Glück

Odermatt war direkt nach seiner Fahrt die Enttäuschung anzusehen. Weil er dachte, dass er nach Rang 4 in der Abfahrt erneut mit leeren Händen dastehen wird, wie er nach dem Rennen im SRF-Interview verrät. 

Doch Fahrer um Fahrer, vom Österreicher Raphael Haaser (am Ende Fünfter) über den italienischen Shootingstar Giovanni Franzoni (Sechster) und ÖSV-Oldie Vincent Kriechmayr (Siebter) scheiterten an der Marke des Spitzentrios. Lokalmatador Dominik Paris schied aus.

Am Ende hat Odermatt auch Hundertstel-Glück. Der viertplatzierte Nils Allegre fuhr mit Startnummer 1 nur 0,04 Sekunden langsamer als Odi. Zu den Geschlagenen gehörten auch die beiden anderen Schweizer Stefan Rogentin (9.) und Alexis Monney (10.), die sich mehr erhofft hatten.


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11.02.2026

Live-Ticker

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  • Das Rennen ist zu Ende

    Jetzt ist es amtlich: Franjo von Allmen ist Olympiasieger im Super-G! Silber geht an Ryan Cochran-Siegle aus den USA, Bronze an Marco Odermatt.

  • Die Rangliste (Top 30)

    fis-ski.com
  • Die besten Fahrer sind im Ziel

    Das Rennen läuft zwar noch, aber es müsste nun schon Sensationelles passieren, sollte Franjo von Allmen noch vom Leaderthron und Marco Odermatt vom Podest verdrängt werden. Die beiden Schweizer dürfen guten Gewissens Gratulationen annehmen. Genauso wie der US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle, der Silber holt.

  • Startnummer 20

    Cameron Alexander als 16. im Ziel

    Der Kanadier kommt nicht wirklich auf Touren und verpasst die Top 10 klar.

  • Startnummer 19

    Sejersted mit solider Fahrt

    Auch der zweite Norweger im Rennen schafft keinen Exploit. Sejersted hölt oben noch relativ gut mit, verliert am Ende aber auch mehr als eine Sekunde.

  • Startnummer 18

    Hrobat auch nicht in den Top 10

    Langsam aber sicher gehen die Gefahren für die aktuellen Top 3 aus. Auch Miha Hrobat kann nicht mithalten und verpasst ein Top-Resultat.

  • Startnummer 17

    Casse verliert mehr als 2 Sekunden

    Kann hier noch einer Odermatt – geschweige den Leader von Allmen – gefährlich werden? Mattia Casse ist es nicht. Er kommt mit über zwei Sekunden Rückstand ins Ziel.

  • Startnummer 16

    Schwarz kann nicht mit von Allmen und Co. mithalten

    Auch der vierte österreichische Trumpf sticht nicht. Schwarz verliert kontinuierlich Zeit und kommt als 12. ins Ziel.

  • Startnummer 15

    Kriechmayr verpasst die Medaille

    Der Letzte aus der Top-Gruppe ist Vincent Kriechmayr. Der Österreicher greift an, aber findet die Ideallinie nicht. Schon oben handelt er sich einen Rückstand von 0,32 Sekunden ein und kann diesen unten nicht mehr wegmachen. 0,78 Sekunden Rückstand sind es am Ende, Rang 7.

  • Startnummer 14

    Rogentin geschlagen

    Stefan Rogentin, der vierte und letzte Schweizer im Rennen, kann nicht mit den Besten mithalten. Er kommt mit 82 Hundersteln Rückstand ins Ziel und klassiert sich im 8. Zwischenrang.

  • Startnummer 13

    Paris verliert den Ski und scheidet aus

    Auweia! Dominik Paris muss seinen Medaillentraum schon nach wenigen Fahrsekunden begraben. Nach einem Rutscher verliert er den rechten Ski und stürzt. Glücklicherweise hat er sich nicht verletzt, ärgern wird sich der Lokalmatador dennoch.

  • Startnummer 12

    Möller als 7. im Ziel

    Fredrik Möller, der den Super-G hier 2024 gewonnen hat, zeigt eine starke Fahrt, schafft es aber nicht in die Medaillenränge. Im unteren Streckenteil vergibt der Norweger ein noch besseres Resultat.

  • Startnummer 11

    Babinsky reiht sich zuhinterst ein

    Enttäuschung für den nächsten Österreicher: Babinsky verliert 1,72 Sekunden auf von Allmen.

  • Startnummer 10

    Odermatt als Dritter im Ziel

    Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Odermatt und von Allmen – mit dem besseren Ende für von Allmen! Im unteren Teil schleicht sich die eine oder andere Unsicherheit ein, so kann er seinen Landsmann nicht mehr abfangen. Zwischenrang 3 für Odermatt – jetzt muss er um die Medaille zittern.

  • Startnummer 9

    Franzoni neben dem Podest!

    Mitfavorit Giovanni Franzoni ist klar geschlagen. Das Tempo in der Carcentina ist beim Italiener deutlich tiefer als bei Von Allmen, das wirkt sich auf die Zeit aus. 63 Hundertstel Rückstand im Ziel bedeuten Rang 5.

  • Startnummer 8

    Haaser klar geschlagen

    Der erste Trumpf der Österreicher ist geschlagen: Raphael Haaser ist nur ganz unten etwas schneller als von Allmen und wird ohne Medaille bleiben. Im Ziel sind es 0,57 Sekunden Rückstand.

  • Startnummer 7

    Von Allmen übernimmt die Führung!

    Zwei Goldmedaillen hat Franjo von Allmen schon im Sack – kommt die dritte hinzu? Der Berner übernimmt die Führung. Es wird aber knapp: Am Ende hat er nur 0,13 Sekunden Vorsprung auf Cochran-Siegle.

  • Startnummer 6

    Monney nur auf Zwischenrang 3

    Jetzt kommt der erste Schweizer: Alexis Monney. An die starken Auftritte in der Abfahrt und in der Team-Kombi-Abfahrt kann er nicht ganz anknüpfen. Schon oben verliert er Zeit auf Cochran-Siegle und ist mit weniger Tempo unterwegs als der Amerikaner. Am Ende sind es 77 Hundertstel Rückstand, das bedeutet Zwischenrang 3.

  • Startnummer 5

    Zabystran verliert viel Zeit

    Der Super-G-Sieger von Gröden findet nicht auf Touren. Der Tscheche verliert vor allem im Mittelteil viel Zeit und reiht sich zuhinterst ein. 

  • Startnummer 4

    Routinier Innerhofer verpasst die Bestzeit

    Der 41-Jährige will es noch einmal wissen! Der Italiener fährt allerdings etwas passiv und muss den Traum von einer Medaille begraben. Mit mehr als einer Sekunde Rückstand kommt Innerhofer ins Ziel – Zwischenrang 3.

  • Startnummer 3

    Cochran-Siegle übernimmt die Führung

    Der US-Amerikaner zeigt keine fehlerfreie Fahrt, aber ist schnell und am Ende reicht es knapp für die Führung. 18 Hundertstel nimmt er Allegre ab.

  • Startnummer 2

    Crawford kommt nicht an Allegre heran

    Der Kanadier verliert vor allem in der Carcentina viel Zeit und handelt sich im Ziel einen Rückstand von 1,22 Sekunden ein.

  • Startnummer 1

    Allegre eröffnet das Rennen

    Der Franzose kommt mit einer Zeit von 1:25.63 ins Ziel. So schnell war ein Super-G auf der Stelvio noch nie.

  • Die Startliste (Top 30)

    fis-ski.com
  • Von Grünigen: «Odermatt bleibt der Favorit im Super-G»

    Mike von Grünigen blickt mit blue Sport auf den Super-G bei Olympia. Für den früheren Riesenslalom-Star bleibt Odermatt trotz der Enttäuschung in der Abfahrt der Top-Favorit im Super-G.

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    09.02.2026

  • Mehrere Schweizer Medaillenkandidaten

    Der Mann, den es zu schlagen gilt, ist einmal mehr Disziplinenleader Marco Odermatt. Für ihn verliefen die Spiele bisher nicht nach Wunsch. Platz 4 in der Abfahrt war eine bittere Enttäuschung, Platz 2 in der Team-Kombi zwar eine kleine Befreiung, dennoch wurden Loïc Meillard und er als «Schweiz 1» ihrer Favoritenrolle nicht ganz gerecht. Nun wird der Nidwaldner alles daran setzen, nach Riesenslalom-Gold in Peking vor vier Jahren auch im Super-G zu triumphieren.

    Derweil könnte Franjo von Allmen als erst dritter Skifahrer überhaupt einen Gold-Hattrick an einer einzigen Austragung realisieren. Dafür müsse allerdings alles zusammenpassen, hielt der Berner Oberländer fest. Schon in der Team-Kombi sei ihm im unteren Teil langsam die Kraft ausgegangen. Hinzu kommen die starken Italiener um Dominik Paris und Giovanni Franzoni sowie die von Vincent Kriechmayr angeführten Österreicher.

    Und da wäre noch ein gewisser Alexis Monney. Dessen Stern ging in der Vorsaison in Bormio so richtig auf. Mit dem Sieg in der Abfahrt und Platz 3 am Tag darauf im Super-G schaffte er seine ersten Podestklassierungen im Weltcup. Und auch an den Olympischen Spielen kommt der Freiburger gut zurecht mit der Piste Stelvio. Begeht er – anders als in der Abfahrt und der Kombi-Abfahrt – im oberen Streckenabschnitt keine Fehler, ist er ein heisser Medaillenkandidat.

  • Hallo ...

    und herzlich willkommen zum Live-Ticker des Olympia-Super-G der Männer in Bormio. Um 11.30 Uhr geht's los.

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