Mathilde Gremaud schafft auch bei ihren dritten Winterspielen den Sprung aufs Podest. Vier Jahre nach ihrem Olympiasieg in Peking gewinnt die Freestylerin auch im Slopestyle-Final in Livigno Gold.
Wenn es darauf ankommt, Leistung abzurufen, ist Mathilde Gremaud bereit. Auch an ihren dritten Olympischen Winterspielen springt die Freestyle-Athletin auf das Podest – und wie!
Als Beste der Qualifikation hält die Freiburgerin im Final der besten zwölf dem Druck stand und verweist dank eines herausragenden zweiten Laufs wie 2022 die für China startende Sinoamerikanerin Eileen Gu knapp auf Platz 2. Am Ende geben 0,38 Punkte den Ausschlag zugunsten der zweifachen Weltmeisterin aus der Westschweiz. Bronze geht an die Kanadierin Megan Oldham.
Damit fügte Mathilde Gremaud ihrer beeindruckenden olympischen Sammlung eine vierte Medaille hinzu. Bereits 2018 hatte sie im Slopestyle Olympia-Silber gewonnen, 2022 in Peking holte sie zudem Silber im Big Air. Wie so oft zeigte sich die Athletin aus La Roche auch diesmal nervenstark.
Volles Risiko im zweiten Lauf zahlt sich aus
Gremaud ging mit einem klaren Plan in den Wettkampf – und setzte ihn um. Einen Tag nach ihrem 26. Geburtstag legte sie mit einem soliden ersten Lauf (83,60 Punkte) die Basis. Diese Sicherheit erlaubte es ihr, im zweiten Durchgang voll zu riskieren. Mit 86,96 Punkten übernahm sie die Führung vor Eileen Gu, die zuvor 86,58 Punkte erzielt hatte.
Und Gremauds Rivalin gelang es nicht mehr, den Spiess nochmals umzudrehen. Die Olympiasiegerin im Big Air und der Halfpipe 2022 in Peking stürzte im dritten und letzten Lauf und musste so den Traum vom noch fehlenden Olympia-Gold im Slopestyle begraben.
Einen starken Final der besten zwölf zeigte auch Giulia Tanno, die als Sechste das Podest um weniger als vier Zähler verpasste. Nachdem die 27-jährige Bündnerin wegen Verletzungen ihre Teilnahme an den letzten beiden Olympischen Spielen verpasst hatte, dürfte sich dieses Resultat trotzdem wie ein kleiner Triumph anfühlen.