Nach Tod von Grossvater McGrath fädelt auf Gold-Kurs ein – was dann geschieht, zerreisst uns das Herz

Jan Arnet

16.2.2026

Wo es Gewinner gibt, gibt es immer auch Verlierer. Während Loïc Meillard seinen ersten Olympiasieg feiert, ist Atle Lie McGrath der grosse Geschlagene im Slalom. Die Bilder nach seinem Aus sind herzzerreissend.

Jan Arnet

Er ging als Favorit ins Rennen, bekam mit Startnummer 1 die Steilvorlage für die Goldmedaille und legte im 1. Lauf vor. Alles war angerichtet für Atle Lie Mcgrath. Und die Geschichte hätte emotionaler nicht sein können.

Während der Eröffnungsfeier ist McGraths Grossvater gestorben. In einem langen Instagram-Beitrag erinnerte sich der Norweger danach mit bewegenden Worten an gemeinsame Erlebnisse mit seinem Opa. Selbstredend, dass McGrath den Slalom auch für seinen Grossvater unbedingt gewinnen wollte. Er nahm das Rennen auch mit Trauerflor am Arm in Angriff.

Doch als der 25-Jährige im 2. Lauf das Starthaus verlässt, scheint ihn irgendwas zu blockieren. McGrath findet den Rhythmus nicht, wirkt sehr nervös und angespannt – und nach 15 Fahrsekunden ist es schon passiert: McGrath fädelt ein und scheidet aus. Aus der Traum von Olympia-Gold. Bitter!

Während dem Sieger Loïc Meillard im Zielraum die Freudentränen in die Augen schiessen, macht sich bei McGrath Wut breit. Er flucht, wirft seine Skistöcke weg und greift sich an den Helm. Dann zieht er die Ski aus, durchquert die Pistenabsperrung und läuft neben der Piste einfach davon. Bis zum Wald geht McGrath, legt sich in den Schnee und braucht erst einmal ein paar Minuten für sich alleine. Es sind herzerreissende Bilder. 

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