Ragettli will als Underdog zu Edelmetall «Mein einziges Ziel dieses Jahr sind die Olympischen Spiele»

Sandro Zappella

10.2.2026

Andri Ragettli: «Mein einziges Ziel dieses Jahr waren die Olympischen Spiele»

Andri Ragettli: «Mein einziges Ziel dieses Jahr waren die Olympischen Spiele»

07.02.2026

Die Olympischen Spiele in Italien, die Heimat in Reichweite und die Erfahrung aus zwei Teilnahmen: Andri Ragettli geht als gereifter Freestyle-Skier ins Slopestyle-Finale von Livigno – und träumt von Edelmetall.

Sandro Zappella

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Andri Ragettli steht trotz zahlreicher Erfolge vor seinem bislang grössten Karriereziel, da ihm als WM- und X-Games-Sieger noch immer eine olympische Medaille fehlt.
  • Nach Platz vier bei den X-Games ordnet Ragettli alles Olympia unter und sagt: «Mein einziges Ziel dieses Jahr waren die Olympischen Spiele.»
  • Der 27-Jährige hat sich souverän für den Slopestyle-Final qualifiziert und geht mit mehr Erfahrung als 2018 und 2022 in sein drittes Olympia-Finale.

Das Palmares von Andri Ragettli lässt sich sehen. Der Freestyle-Skier hat WM-Gold geholt und ist auch an den X-Games schon mehrfach ganz oben auf dem Podium gestanden. Doch ein grosses Ziel hat der 27-Jährige noch nicht erreicht: Eine Olympische Medaille. Vor vier Jahren in Peking wurde Ragettli im Slopestyle undankbarer Vierter.

Vierter wurde Ragettli zuletzt auch bei den X-Games in Aspen – ein Umstand, der ihn nicht sonderlich nervt: «Mein einziges Ziel dieses Jahr waren die Olympischen Spiele, darum ist das egal. Mein Fokus liegt voll auf dieser Woche», sagt der Flimser zu blue News. 

Auf den hohen Druck bei Olympia angesprochen, sagt er: «Bei den anderen Olympischen Spielen war mehr Druck da. Ich würde sagen, dieses Jahr bin ich eher ein Underdog. Das finde ich eigentlich noch cool. Ich weiss dennoch, dass alles möglich ist, und werde kämpfen bis zum Schluss.»

Ein besserer Skifahrer als noch 2018 und 2022

Den ersten Schritt für ein gutes Ergebnis hat Ragettli am Samstag bereits gemacht. In der Qualifikation hat er sich souverän durchgesetzt und sich für das Finale im Slopestyle qualifiziert. Am Dienstag geht es dann in Livigno, nur zweieinhalb Stunden von seiner Heimat entfernt, um die Medaillen: «Ich freue mich diesmal fast noch mehr als bei meinen ersten Olympischen Spielen. Es ist auch mega cool, sind die Spiele diesmal in Europa.»

Mit seinen 27 Jahren nimmt Ragettli bereits zum dritten Mal an den Winterspielen teil und sagt rückblickend: «Ich habe 2018 und 2022 viel lernen können. Ich bin viel erfahrener, viel weiser und auch ein besserer Skifahrer.»

Wie gut Ragettli das alles umsetzen kann, werden wir am Dienstag erfahren. Dann steht ab 12:30 Uhr das Slopestyle-Finale an. Neben Ragettli wird mit Kim Gubser auch noch ein zweiter Schweizer am Start stehen.

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