Nachdem Schweden den Kanadiern einen Verstoss gegen die Regeln vorwirft, stören sich auch die Schweizer Curler an einer möglichen Doppelberührung. Erfolg haben die beiden Teams mit ihren Vorstössen nicht.
Unruhe im olympischen Curling-Turnier der Männer! Auslöser dafür ist ein Streit, der während der Partie zwischen Schweden und Kanada ausbricht. Das schwedische Team lässt die Partie schon früh unterbrechen und wirft Marc Kennedy vor, den Stein verbotenerweise jenseits der Hog Line noch einmal berührt zu haben.
Das stösst beim Kanadier aber auf kein Verständnis. Im Gegenteil. «Wer macht das? Wer? Ich habe das noch nie gemacht», wettert der 44-Jährige seine Gegner an und schiebt ein «Verpiss dich» hinterher. Trotz angespannter Situation wird die Partie in der Folge zu Ende gespielt, ohne dass die Schiedsrichter eingreifen, weil die TV-Bilder nicht eindeutig genug seien.
Auch die Schweizer beschweren sich
Der Weltverband verschickt daraufhin allerdings ein Rundmail an alle Teilnehmer und stellt darin die Regeln zum «ordnungsgemässen Loslassen eines Curling-Steins» noch einmal klar. Zudem kündigt die WCF an, dass die Unparteiischen den Abwurf bei allen Partien noch genauer beobachten werden.
Am Samstag im Duell mit der Schweiz kommt es aber zu einem nächsten Zwischenfall. Im fünften End beschwert sich das Schweizer Team über eine mögliche Doppelberührung, diese wird allerdings nicht überprüft und nicht bestraft – und hat schlussendlich auch keinen Einfluss auf den Ausgang der Partie. Denn die Schweizer setzen sich mit 9:5 durch und stehen nach vier Siegen aus vier Spielen makellos da.
