Die Stimmen zum Olympia-Riesenslalom Odermatt verpasst erneut Olympia-Gold: «Ich bin selbst schuld»

Jan Arnet

14.2.2026

Marco Odermatt und Loïc Meillard liefern beim Riesenslalom ab. Zu Gold reicht es aber nicht.
Marco Odermatt und Loïc Meillard liefern beim Riesenslalom ab. Zu Gold reicht es aber nicht.
Keystone

Marco Odermatt und Loïc Meillard sorgen für den nächsten Schweizer Medaillenjubel an den Olympischen Spielen. Thomas Tumler verpasst Edelmetall als Vierter knapp. Hier sind die Stimmen zum Riesenslalom.

Jan Arnet

Lucas Pinheiro Braathen gelingt ein historischer Olympia-Coup. Mit seinem Sieg im Riesenslalom holt der 25-Jährige die erste Medaille für Brasilien und für einen Südamerikaner bei Winterspielen überhaupt. Pinheiro Braathen siegt vor dem Schweizer Duo Marco Odermatt (+0,58 Sekunden) und Loïc Meillard (+1,17).

Odermatt hat zwar das grosse Ziel, die Goldmedaille, erneut verpasst. Trotzdem ist er im Interview mit SRF überglücklich über seine dritte Medaille an diesen Winterspielen. «Wenn man denkt, wie die Konstanz ist – ich bin in jedem Rennen, ob im Weltcup oder an Olympia, vorne dabei – ist das unglaublich. Ich bin sehr zufrieden.»

Pinheiro Braathen hatte die bessere Ausgangslage

Der Traum von einer weiteren Olympia-Goldmedaille muss der 28-jährige Nidwaldner zwar vorerst begraben. Die hohe Dichte an Rennen, die Odermatt auch in diesem Winter wieder abspult, verleiht der Silbermedaille aber dennoch viel Glanz. «Ich bin selbst schuld, dass ich so viele Disziplinen fahre», schmunzelt Odermatt.

Sieger Pinheiro Braathen hatte gewiss die bessere Ausgangslage. «Lucas konnte sich nach Schladming fast drei Wochen lang auf dieses Rennen vorbereiten und bekam mit Startnummer 1 auch eine super Vorlage», sagt Odermatt, lobt den Brasilianer aber auch: «Er hat das perfekt umgesetzt.»

Glücklich über seine Bronzemedaille ist auch Meillard: «Ich stehe zum dritten Mal in Folge an einem Grossanlass auf dem Podest. Die Konstanz ist jedes Mal da, das macht mich sehr stolz.» Stolz ist auch Thomas Tumler, auch wenn er auf den unbankbaren 4. Rang fährt und leer ausgeht. «Einerseits bin ich stolz, dass ich im wichtigsten Rennen des Jahres meine beste Leistung abrufen konnte. Aber klar, der 4. Platz tut auch ein bisschen weh.»


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