Legendäre Olympia-Momente Paul Accola – rückwärts ins Ziel und Mittelfinger für die Jury

Luca Betschart

17.2.2026

Paul Accola ist wütend und zeigt nach der Olympia-Kombination 1992 den Mittelfinger.
Paul Accola ist wütend und zeigt nach der Olympia-Kombination 1992 den Mittelfinger.
Bild: Imago

Skurril, witzig, eindrücklich, einmalig: Was an Olympia passiert, gehört zum sportlichen Allgemeingut. blue Sport erzählt Anekdoten, die sich an Winterspielen zutrugen – mit und ohne Schweizer Beteiligung.

Michael Schifferle

Was wäre eine Olympia-Rückschau ohne Paul Accola, den Gesamtweltcupsieger, notorischen Stänkerer und leidenschaftlichen Baggerfahrer? Unvollständig. 1992 in Albertville startete er aus einer Favoritenrolle in der Kombination – und zog einen rabenschwarzen Tag ein. Der Bündner landete auf Platz 22. Das kann selbst einem vierfachen Medaillengewinner wie ihm passieren.

Wie er den sportlichen Rückschlag verarbeitete, war dann allerdings einzigartig – ganz so, wie es seinem nicht eben sanftmütigen Naturell entsprach. Accola fuhr beim Slalom erst in der Hocke und dann rückwärts ins Ziel, streckte der Jury den Mittelfinger entgegen und vergrub seine Rückennummer im Schnee (zum Video).

Wie pflegte «Päuli» nach Siegen wie Niederlagen zu sagen? «Nützt nix, schadet nix.»

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