Mathilde Gremaud gewinnt mit einer atemberaubenden Slopestyle-Vorstellung Olympia-Gold und lässt die Schweiz jubeln. Doch einer ist sauer: SRF-Experte Elias Ambühl. Für ihn ist klar: Die Jury-Note der Schweizerin ist trotz Triumph viel zu tief.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Mathilde Gremaud gewinnt in Milano Cortina 2026 im Slopestyle-Wettbewerb wie schon vier Jahre zuvor Olympiagold.
- Die Schweizerin begeistert mit einem sensationellen 2. Lauf, der ihr schlussendlich den Sieg sichert.
- SRF-Experte Elias Ambühl fiebert mit der Schweizerin mit und wütet trotz Goldmedaille über die für ihn klar zu tiefe Benotung der Jury.
- Auch Gremaud selbst hätte sich eine höhere Benotung erhofft, wie sie sagt, verrät aber, dass sie durch die Jury so zusätzlich motiviert wurde.
Mathilde Gremaud liefert im Slopestyle eine Olympia-Show und gewinnt hochverdient die Goldmedaille. Dabei riskiert die Schweizerin im 2. Lauf alles, zeigt Sprünge mit sehr hohem Schwierigkeitsgrad, alles Double Corks (doppelte Saltos) mit mindestens drei Schrauben.
«Boah, was für ein Run», staunt SRF-Experte Elias Ambühl im Live-TV. Besonders Gremauds zweiter Sprung – ein Switch Double Cork 1260 – begeistert den 33-Jährigen: «Das ist mit Abstand einer der schwierigsten Tricks, den wir heute gesehen haben.»
Aber reicht das für den Sieg? Nach bangem Warten im Zielraum gibt die Jury ihr Urteil schliesslich bekannt: 86.96 Punkte. Das ist die Führung und schlussendlich auch die olympische Goldmedaille für Gremaud.
«Das ist hart, sehr hart!»
Die Freude bei der 26-Jährigen ist riesig. Und auch Ambühl ist nach dem Triumph der Freiburgerin begeistert, muss aber zuerst Frust abladen, denn für ihn ist klar: Die Jury-Note für diesen atemberaubenden Run ist viel zu niedrig.
«Schweinerei», legt sich der SRF-Experte nach Bekanntgabe des Entscheids fest. «Dieser Run war technisch so anspruchsvoll!» Gremauds Leistung sei so gut, dass sie gar nicht mehr mit den anderen Fahrerinnen vergleichbar sei, findet Ambühl. «Schlussendlich ist es egal. Aber das ist hart, sehr hart.»
Auch Gremaud selbst lässt im Interview durchblicken, dass sie mit der Benotung nicht ganz einverstanden ist. «Im zweiten Run denke ich, ich hätte erst recht einige Punkte mehr verdient. Es war so unglaublich knapp im Vergleich zu Eileen. Aber wir sind nicht hier, um über die Judges zu sprechen. Und gerade nach dem ersten Run hat es mich zusätzlich motiviert, abzuliefern.»