Die Schweizer Speed-Fahrerinnen enttäuschen auch in der Team-Kombination und verlieren alle über 1,5 Sekunden auf die Bestzeit. Die Team-Leaderinnen Suter und Flury sind so angefressen, dass sie vorerst gar das Interview bei SRF verweigern.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- In der Team-Kombination der Frauen sind die Schweizerinnen nach der Abfahrt weit weg von den Medaillen.
- Corinne Suter und Jasmine Flury verlieren auf die Bestzeit von Breezy Johnson über 1,5 Sekunden.
- Das SRF-Interview nach ihrer Fahrt verweigern die beiden Schweizer Team-Leaderinnen.
In der Team-Kombination der Frauen gehören die Schweizerinnen nicht zum Favoritinnenkreis. Leider werden die Speed-Fahrerinnen ihrer Aussenseiter-Rolle gerecht. Corinne Suter verliert als beste Schweizerin 1,51 Sekunden auf Breezy Johnson, die wie in der Spezial-Abfahrt auch heute die Schnellste ist. Jasmine Flury ist nochmals 0,03 Sekunden langsamer als Suter. Die beiden weiteren Schweizerinnen Janine Schmitt (+1,91) und Delia Durrer (+2,47) verlieren noch mehr Zeit.
Delia Durrer erscheint anschliessend zum SRF-Interview. Die 23-Jährige spricht nach ihrem ersten Olympia-Rennen ihrer Karriere von einer «unglaublichen Erfahrung». Weiter erklärt Durrer, dass es schwierig gewesen sei, mal ein Training zu fahren und dann wieder eine Pause zu haben – Durrer wurde für die Olympia-Abfahrt nicht nominiert. Deshalb sei es schwierig gewesen, den Rhythmus zu finden: «Ich habe zu wenig attackiert und nicht so gut adaptiert», erklärt Durrer.
Weirather: «Es nervt langsam»
Und was lief bei den Team-Leaderinnen Corinne Suter und Jasmine Flury nicht gut, dass sie sich wie schon in der Abfahrt vom Sonntag mit so grossem Rückstand klassieren? Die Zuschauer erfuhren es nach der Abfahrt nicht. Denn beide verweigerten nach ihrer Fahrt das Interview bei SRF wie Moderator Lukas Studer verrät: «Ich glaube, Corinne Suter und Jasmine Flury sind ziemlich angefressen, sie wollten nicht zum Interview kommen. Ich weiss nicht grad, was da los ist. Es ist noch schwierig zum Deuten.»
Expertin Tina Weirather versuchte derweil, Erklärungen dafür zu finden: «Es ist halt auch bitter, wenn es einfach nicht läuft. Schon die ganze Saison. Und es nervt langsam. Das verstehe ich.» Die Liechtensteinerin zeigt Verständnis: «Sie wollen schneller fahren, sie können besser fahren. Aber es will einfach nicht im Moment. Da wäre ich auch angefressen.»
Mit dem grossen Rückstand war es für die Schweizer Technik-Spezialistinnen am Nachmittag schwierig, sich noch auf die Medaillenplätze zu verbessern. Wendy Holdener und Camille Rast verbesserten ihr Team noch auf die Ränge 6 und 9, das Podest lag für beide aber doch ein gutes Stück weit weg.
Nach dem Slalom sind dann sowohl Corinne Suter als auch Jasmine Flury doch noch zum SRF-Interview erschienen. Abfahrtsweltmeisterin von 2023, Jasmine Flury, sagt: «Ich hätte Wendy gerne mehr Vorsprung mitgegeben.»
Corinne Suter sagt nach dem Rennen, dass sie bei der Fahrt von Camille Rast mitgelitten habe: «Ich war selten so nervös. Ich wusste von der WM in Saalbach schon, was auf mich zukommt, aber heute nochmals umso mehr. Aber das zeigt auch, dass mir der Sport extrem wichtig ist.»