Auf den Spuren von Aamodt und Tomba Die Zahlen zur historischen Olympia-Premiere von Franjo von Allmen

SDA

11.2.2026 - 18:00

Gold-Hattrick! Franjo von Allmen fährt auch im Super-G zum Olympiasieg

Gold-Hattrick! Franjo von Allmen fährt auch im Super-G zum Olympiasieg

11.02.2026

Franjo von Allmen ist der olympische Superstar der Stunde, schreibt innert fünf Tagen Sportgeschichte und jagt nach seiner ersten Teilnahme an Winterspielen bereits die Rekorde.

Luca Betschart

Drei olympische Starts, dreimal Gold: Dem Olympia-Debütanten Franjo von Allmen gelingt mit dem Triumph im Super-G am Mittwoch Historisches. Ein Blick in die Statistik zeigt: Der 24-Jährige schreibt mit seinem Titel-Hattrick nicht nur in der Schweiz Sportgeschichte und sieht sich bereits auf einer Stufe mit den ganz grossen Namen des Wintersports.

Der erste Schweizer Olympia-Sieger im Super-G

Seit der Super-G im Jahr 1988 olympisch wird, müssen die Schweizer Männer auf einen Sieg in dieser Disziplin warten. Was Didier Cuche (Silber 1988), Ambrosi Hoffmann (Bronze 2006), Beat Feuz (Silber 2018) oder Marco Odermatt (Bronze in Bormio) nicht geschafft haben, vollbringt Franjo von Allmen gleich bei seiner ersten Teilnahme. Mit dem Triumph in Bormio beschert er der Schweiz das zweite Olympia-Gold im Super-G nach Lara Gut-Behrami 2022 in Peking. Erfolgreichster Olympia-Athlet in dieser Disziplin ist der Norweger Kjetil André Aamodt mit drei Goldmedaillen.

Der erste Schweizer Gold-Hattrick

Was dagegen weder Gut-Behrami noch Aamodt erreicht haben, ist ein Gold-Hattrick an denselben Olympischen Winterspielen. Das hat vor dem Berner Oberländer aus Boltigen noch nie ein Schweizer geschafft – egal ob Mann oder Frau. An Sommerspielen gelang das gleiche Kunststück einzig Konrad Stäheli 1900 in Paris.

Zudem ist Von Allmen erst der vierte Ski-Star, der innert Tagen zum dreifachen Olympiasieger wird. Zuvor ist ein Gold-Hattrick bisher nur dem Österreicher Toni Sailer (in Cortina 1956), dem Franzosen Jean-Claude Killy (in Grenoble 1968) und der Kroatin Janica Kostelic (in Salt Lake City 2002) gelungen.

Die ewige Nummer 4 der Schweiz

In der ewigen Rangliste der besten Schweizer Wintersportler klettert Franjo von Allmen nach nur drei Einsätzen schon auf Platz 4. Nach Simon Ammann und Dario Cologna (je viermal Gold) und Vreni Schneider (3 Goldmedaillen) ist er erst der vierte Schweizer Sportler mit mindestens drei Olympiasiegen.

Auf den Spuren von Aamodt und Tomba

Auch bei den Skifahrern ist von Allmen schon weit oben in der Bestenliste zu finden. Bloss drei Athleten haben auf der Männer-Seite die Nase noch vorne: Kjetil André Aamodt mit 4x Gold, 2x Silber und 2x Bronze auf Platz 1, Alberto Tomba mit 3 Gold- und 2 Silbermedaillen auf Rang 2 und Matthias Mayer mit 3x Gold und 1x Bronze auf Platz 3.

Bezieht man auch die Frauen mit ein, rutscht von Allmen auf Rang 9 ab. Mit Janica Kostelic (4x Gold und 2x Silber), Vreni Schneider (3x Gold, 1x Silber, 1x Bronze), Deborah Compagnoni und Maria Höfl-Riesch (je 3x Gold und 1x Silber) sowie Katja Seizinger (3x Gold und 2x Bronze) stehen fünf Fahrerinnen vor von Allmen. Noch. Denn anders als alle die genannten Legenden hat von Allmen nicht seine Karriere, sondern erst eine erste Olympia-Teilnahme hinter sich.

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