Skicross

Viele Schweizer Trümpfe in Zhangjiakou

sda

1.2.2022 - 06:05

Fanny Smith gehört wie bereits vor vier Jahren zu den Anwärtern auf eine Medaille
Keystone

Mike Schmid machte es bei der Premiere 2010 vor, nun können in Peking mehrere seiner Landsleute in die Fussstapfen treten. Ryan Regez und Fanny Smith gehören im Skicross zu den Topfavoriten.

sda

1.2.2022 - 06:05

Ryan Regez tritt an den Olympischen Spielen in Peking als Führender im Gesamtweltcup und dreifacher Saisonsieger an. Der 28-jährige Berner startete nach seinem vorzeitigen Ende der Saison 2020/21 aufgrund eines Handbruchs mit fehlender Kraft für seine berüchtigten explosiven Starts und angekratztem Selbstvertrauen in den Winter, kriegte die Kurve aber rechtzeitig. Seit den Rennen in Innichen vor Weihnachten ist er tonangebend, drei Siege und zwei weitere Podestränge stehen aus den letzten sechs Rennen zu Buche. Zuletzt gewann er in Idre Fjäll zweimal innerhalb von 24 Stunden.

Insgesamt gab es in den bisherigen zehn Weltcuprennen sieben verschiedene Sieger. Zu diesen gehört, trotz fehlender Konstanz, auch Weltmeister Alex Fiva. Der 35-jährige Bündner, der teamintern ein hohes Standing geniesst, mischt seit mehr als zehn Jahren an der Spitze mit, hatte aber 2014 in Sotschi (31.) und 2018 in Pyeongchang (9.) nicht das nötige Rennglück. Einziger Mehrfach-Gewinner der Saison ist neben Regez der Schwede David Mobärg, Erster unter anderem im Dezember in Arosa.

Wie hart es für die Schweizer Männer war, sich ein Olympia-Ticket zu ergattern, zeigen die Beispiele Marc Bischofberger, Tobias Baur und Jonas Lenherr. Für Bischofberger, den Olympia-Zweiten von 2018 und Gesamtweltcupsieger 2017/18, waren zwei 6. Ränge im laufenden Weltcup zu wenig, wie für Baur der 3. Rang in Innichen. Lenherr half der 2. Platz im Gesamtweltcup der Vorsaison nicht. Selektioniert wurden an ihrer Stelle Joos Berry und Romain Détraz.

Bei den Frauen kündigte sich im Dezember für Peking ein heisses Duell zwischen der schwedischen Seriensiegerin Sandra Näslund und ihrer Herausforderin Fanny Smith an. Näslunds Dominanz wurde im Saisonverlauf indes immer erdrückender. Die 25-Jährige, 2018 in Südkorea von Smith auf Platz 4 verwiesen, wurde in zehn Rennen einzig in Arosa bezwungen, als sie im Final nach einem Zweikampf mit Smith in Führung liegend stürzte.

Smith ihrerseits wurde zuletzt in Kanada durch einen spektakulären wie schmerzhaften Sturz zu einer Zwangspause gezwungen. Ob die erlittene Knieverletzung einen Start in Peking zulässt, ist offen.

sda