Schwerer Autounfall West-Ham-Stürmer Antonio: «Ich wäre fast gestorben»

dpa

17.3.2025 - 20:30

Michail Antonio hatte im Dezember einen schweren Verkehrsunfall.
Michail Antonio hatte im Dezember einen schweren Verkehrsunfall.
Keystone

Bei einem Autounfall im Dezember verletzt sich Stürmer Michail Antonio von West Ham schwer. Nun spricht er erstmals im Detail über den Crash. Und er räumt mit einem Gerücht auf.

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DPA, Jan Arnet

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  • Michail Antonio hatte im Dezember einen schweren Verkehrsunfall und verletzte sich dabei schwer.
  • In einem Interview sprach der West-Ham-Profi über seinen Zustand und seine Arbeit am Comeback.
  • Kürzlich hat sich Antonio erstmals wieder das Wrack des Autos angesehen. «Ich hatte ein komisches Gefühl im Magen. Da wurde mir klar, wie nahe ich dem Tod war», sagte er.

Gut drei Monate nach seinem schweren Verkehrsunfall hat Fussballprofi Michail Antonio erstmals darüber gesprochen, wie knapp er mit dem Leben davongekommen ist. «Ich wäre fast gestorben», sagte der Stürmer von West Ham United in einem Interview der BBC. Der 34-Jährige war Anfang Dezember mit seinem Ferrari gegen einen Baum gefahren und hatte sich unter anderem den Oberschenkel an vier verschiedenen Stellen gebrochen.

Mehr als drei Wochen lang musste der jamaikanische Nationalspieler im Krankenhaus bleiben. Nun kämpft der Stürmer um ein Comeback. Er sei optimistisch, wieder spielen zu können, sagte er. In der Reha sei er dem Plan voraus – einen Termin für seine Rückkehr ins Training aber nannte Antonio nicht. «Ich bin gerade in einem guten Zustand, auch mental», schilderte der Spieler des Londoner Premier-League-Vereins. «Ich bin einfach glücklich, weil ich eine zweite Lebenschance erhalten habe.»

Antonio: Keine Drogen und kein Alkohol

Zugleich trat er Spekulationen entgegen, er sei bei dem Crash möglicherweise unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol gestanden. «Ich habe in meinem Leben nie Drogen genommen», sagte er. Und an dem Tag habe er auch keinen Alkohol getrunken.

Eigentlich habe er für den Weg ins Training ein anderes Auto nehmen wollen, ergänzte er. Weil er aber «zu faul» war, ein paar Taschen aus jenem Wagen rauszutun – worum ihn seine Frau bat – nahm er den Sportwagen. Inmitten eines Sturms prallte er damit dann an einen Baum. An die Rettungsmassnahmen und andere Szenen an jenem Tag könne er sich nicht mehr erinnern.

Michail Antonios Ferrari nach dem schlimmen Crash.
Michail Antonios Ferrari nach dem schlimmen Crash.
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Vor drei Wochen habe sich Antonio erstmals wieder das Wrack des Autos angesehen. «Ich hatte ein komisches Gefühl im Magen. Da wurde mir klar, wie nahe ich dem Tod war», sagte der Rekordtorschütze von West Ham in der Premier League. «Ich hatte die Bilder gesehen, aber in Wirklichkeit war es zehnmal schlimmer. Das Auto war absolut Schrott. Es war schwer für mich.»

«Sportwagen sind nicht meine Freunde»

Der sechsmalige Familienvater berichtete, dass er seit dem Unfall emotionaler sei als davor. «Aber das fühlt sich besser an.» Obwohl er immer ein Fan von schnellen Autos gewesen sei, werde er nach seinem schon zweiten Unfall mit einem Sportwagen derartige Gefährte künftig eher meiden, kündigte er an. «Ich kann es nicht leugnen: Sportwagen sind nicht meine Freunde.»


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