Es läuft weiter nicht nach Wunsch für Florian Wirtz beim FC Liverpool. Das beschäftigt auch Deutschlands Nationaltrainer. Julian Nagelsmann liefert nun eine Erklärung, warum sich der Offensivstar schwertut.
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- Die Kritik an Liverpool-Rekordzugang Florian Wirtz wird lauter. Nach 16 Einsätzen für seinen neuen Klub wartet der 22-Jährige noch immer auf sein erstes Tor.
- Deutschlands Nationaltrainer Julian Nagelsmann stärkt Wirtz aber erneut den Rücken – und kritisiert dessen Mitspieler: «Vielleicht sollte mal einer die Dinger, die er vorlegt, einfach mal reinschiessen.»
Deutschland-Nationalcoach Julian Nagelsmann hat Florian Wirtz erneut gegen Kritik verteidigt und sieht die Probleme des 22-Jährigen auch in der Situation beim FC Liverpool begründet. «Die Gesamtgemengelage macht es für Flo auch nicht so ganz einfach, ehrlich gesagt. Der ganze Club ist jetzt dieses Jahr nicht so stabil, wie sie es letztes Jahr waren», sagte Nagelsmann am ersten Trainingstag der Nationalmannschaft vor den finalen WM-Qualifikationsspielen in Luxemburg und gegen die Slowakei.
Wirtz kann nach seinem Rekordtransfer für rund 150 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zum englischen Meister die hohen Erwartungen bisher nicht erfüllen. Der 22-Jährige ist weiterhin ohne Treffer. Nagelsmann hob hingegen durchaus die Qualitäten des Offensivspielers als Vorbereiter hervor.
Vorwurf an Club-Stürmer
«Vielleicht sollte mal einer die Dinger, die er vorlegt, einfach mal reinschiessen. Das wäre auch eine Idee. Weil so ganz wenig vor dem Tor tut er ja nicht. Nur die schiessen halt irgendwie gern die Dinger da nicht rein. Das gehört auch zur Wahrheit», meinte der Bundestrainer. Liverpool liegt nach mehreren Niederlagen in der Premier League nur noch auf Platz acht.
Bei der Nationalmannschaft habe Wirtz in den vergangenen Spielen einen verbesserten Eindruck hinterlassen. «Er hat im Oktober, finde ich, Schritte in die richtige Richtung getan, was so seine Intensität angeht im Spiel. Die war im September nicht ganz so hoch, wie es jetzt im Oktober der Fall war», konstatierte Nagelsmann.
Für die Spiele in Luxemburg am Freitag (20.45 Uhr) und gegen die Slowakei am Montag (20.45) in Leipzig solle er diesen Trend fortsetzen. «Da muss er weitermachen und was er kann, wissen wir alle. Und dass so ein Spieler in dem Alter auch mal eine Phase hat, wo eine kleine Delle ist, ist ganz normal», sagte Nagelsmann.