Gleich vier Serie-A-Trainer verlieren ihre Beherrschung und kassieren eine Rote Karte

SB11

25.10.2021

Rote Karten für Mourinho, Spalletti und Inzaghi

Rote Karten für Mourinho, Spalletti und Inzaghi

Der neunte Spieltag in der Serie A sorgte vor allem in der Trainergilde für rote Köpfe. Gleich vier «Misters» wurden für ihr Verhalten vom Platz gestellt.

25.10.2021

Der neunte Spieltag in der Serie A sorgte vor allem in der Trainergilde für rote Köpfe. Gleich vier «Misters» wurden für ihr Verhalten auf die Tribüne geschickt.

SB11

25.10.2021

Als ersten Trainer erwischte es Atalantas Gian Piero Gasperini. Sein Team kassierte in der Nachspielzeit gegen Udinese den 1:1-Ausgleichstreffer. Danach beklagte er sich hauptsächlich nicht über den vergebenen Sieg, sondern schimpfte über den Schiedsrichter, der ihn in der Schlussphase wegen eines Disputs die Rote Karte zeigte. 

«Ich war auf niemanden wütend und ich habe keine Ahnung, warum ich des Feldes verwiesen wurde. Er kam, um mich zu verwarnen, ich habe nichts gesagt, und dann gab es Rot», ärgerte sich Gasperini. Sein Fazit: «Die Schiedsrichter sind wirklich ein grosses Problem, sie erklären sich nie, sie gestehen keine Fehler ein.»

Mehr Action als auf dem Spielfeld gab es an der Seitenlinie auch beim Duell zwischen der AS Roma und Napoli. Sowohl Romas Trainer José Mourinho sowie Napolis Trainer Luciano Spalletti wurden des Feldes verwiesen. Das Spiel im Stadio Olimpico endete torlos, Chancen waren Mangelware, aber die Anspannung war vor allem auf den beiden Bänken spürbar.

OLIMPICO STADIUM, ROME, ITALY - 2021/10/24: Referee Davide Massa shows a red card to Luciano Spalletti coach of SSC Napoli at the end of the Serie A football match between AS Roma and SSC Napoli. AS Roma and SSC Napoli drew 0-0. (Photo by Antonietta Baldassarre/Insidefoto/LightRocket via Getty Images)
Schiri Davide Massa zeigt Luciaono Spalletti die Rote Karte.
Bild: Getty

Zwei auf einen Streich

Mourinho wurde bereits in der ersten Halbzeit wegen eines Disputs verwarnt. Der Portugiese reagierte dann fast hysterisch auf ein mögliches Foul an Nicolò Zaniolo, das nicht gegeben wurde, was unweigerlich zu einer zweiten Gelben Karte führte. Auf den fälligen Platzverweis reagierte «The Special One» noch mit einem sarkastischen Daumen nach oben.

Sein Antipode Spalletti machte es nach dem Schlusspfiff nicht viel besser und applaudierte dem Schiedsrichter sarkastisch für die Leitung des Spiels. Der Unparteiische verstand keinen Spass und verwies Spalletti wegen Schiedsrichterbeleidigung des Feldes, was den Trainer fassungslos zurückliess. Nach dem Spiel versuchte Spalletti in einem Interview zu erklären, dass seine Worte nicht darauf abzielten, den Schiedsrichter zu verspotten. Eine saftige Busse ist ihm trotz seiner Ausflüchte aber sicher. 

Fast logischerweise lagen auch beim Derby d'Italia (1:1) die Nerven blank. In der Schlussphase wurde Juventus ein umstrittener Elfmeter zugesprochen. Inter-Coach Simone Inzaghi nahm die Entscheidung nicht locker. Der 45-Jährige verlor seine Gelassenheit, schrie den Schiedsrichter an und warf wutentbrannt ein Überzieher-Trikot auf den Rasen. Der Pfeifenmann zeigte ihm wenig verständnisvoll die Rote Karte.

Ob in Italien wirklich die Schiedsrichter das Problem sind – oder doch eher der Umgang mit den Unparteiischen seitens der Trainer?


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