Nati-Star Ndoye «Ich weiss, dass ich etwas beweisen muss»

Sandro Zappella

17.3.2025

Ndoye über die Swiss Connection in Bologna: «Ich hoffe, dass wir die Schweizer stolz machen»

Ndoye über die Swiss Connection in Bologna: «Ich hoffe, dass wir die Schweizer stolz machen»

Zusammen mit Michel Aebischer und Remo Freuler bildet Ndoye die «Swiss Connection» bei Bologna: «Ich bin sehr stolz darauf, dass wir alle regelmässig spielen.»

17.03.2025

Der FC Bologna ist in der Serie A erneut auf Champions-League-Kurs. Dan Ndoye ist einer der Gründe dafür. Im Interview bei blue Sport erklärt er, warum er vor dem Tor besser geworden ist und wie sich die drei Schweizer in Bologna verstehen.

Sandro Zappella

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  • Dan Ndoye, Michel Aebischer und Remo Freuler bilden die «Swiss Connection» beim FC Bologna. 
  • Speziell Ndoye ist hervorragender Verfassung und hat in dieser Serie-A-Saison bereits sieben Tore erzielt.
  • Im Interview bei blue Sport sagt der Flügelspieler, dass der Spass am Fussball Grundlage für seine Fortschritte sei: «Heute das zu leben, was ich schon immer leben wollte, ohne Freude daran zu haben, das wäre doch ein bisschen dumm.»

Der FC Bologna ist drauf und dran, seine Fabel-Saison vom letzten Jahr zu wiederholen. Das Team mit den drei Schweizern Dan Ndoye, Remo Freuler und Michel Aebischer hat am Sonntag Lazio gleich mit 5:0 abgefertigt und die Römer in der Tabelle damit überholt. Weil auch Juventus Turin verloren hat, klettert Bologna auf Rang 4, welcher zur erneuten Qualifikation für die Champions League berechtigen würde. 

Bei der 5:0-Gala gegen Lazio konnte auch Ndoye glänzen. In der 48. Minute bereite der Schweizer das 2:0 durch Riccardo Orsolini mit einem Traumpass vor, nur eine Minute später stellte Ndoye selbst auf 3:0.

Im grossen Interview mit blue Sport hat der Waadtländer über seine Rolle in Bologna und seine spielerische Entwicklung gesprochen: «Ich versuche auf dem Spielfeld immer mein Bestes zu geben, dann ergeben sich die Dinge auf natürliche Weise.» Sein Status habe sich in dieser, seiner zweiten Saison in Bologna verändert. Er trage jetzt mehr Verantwortung, so Ndoye, der diese Rolle gerne übernimmt: «Das gefällt mir. Ich mag die Verantwortung, ich mag es, wenn ich den Unterschied machen kann.»

Mit seinem Status sei er sehr zufrieden, ist sich aber auch bewusst, dass er liefern muss: «Ich weiss, dass ich etwas beweisen muss, dass ich ständig auf der Höhe sein muss. Das gefällt mir, ein bisschen Druck zu haben, das ist nicht schlecht.»

«Das wäre doch ein bisschen dumm»

In seiner ersten Serie-A-Saison kam Ndoye in 32 Spielen in der Serie A auf ein Tor und eine Vorlage. Zu wenig für einen Offensiv-Spieler: «Das wurde mir oft vorgeworfen, dass ich nicht effizient genug bin», so Ndoye. Auf die neue Spielzeit hin, wirkt Ndoye, was die Effizienz betrifft, wie ein anderer Spieler. Die Zahlen geben ihm recht: 24 Spiele in der Serie A, 7 Tore und 3 Assists: «Ich versuche, unentbehrlich zu sein», so Ndoye.

Er habe mit seinem neuen Trainer Vincenzo Italiano viel vor dem Tor gearbeitet, um entscheidender zu sein, was sich nun auch auf seine Statistiken auswirke. Doch Ndoye will nicht nur mit Toren und Assists glänzen: «Das Wichtigste für mich ist, unabhängig von Skorerpunkten gute Spiele zu machen. Ich wollte schon immer einer der Besten auf dem Platz sein, auch wenn ich kein Tor erziele.»

Der wichtigste Baustein für seine Fortschritte ist für Ndoye die Freude am Spiel: «Für mich ist die Grundlage des Fussballs, Spass zu haben. Seit ich vier Jahre alt bin, macht mir das Fussballspielen Spass.» Seither wisse er, was er mit seinem Leben anfangen will und ergänzt: «Heute das zu leben, was ich schon immer leben wollte, ohne Freude daran zu haben, das wäre doch ein bisschen dumm.»

Selbst in den kompliziertesten Zeiten, wenn man das tue, wovon man immer geträumt und gearbeitet habe, sollte man Spass daran haben: «Jedes Mal, wenn ich den Fussballplatz betrete, tue ich es deshalb mit einem Lächeln.» Deshalb blühe er auf und mache von Tag zu Tag Fortschritte, so Ndoye. 

Dan Ndoye ist die Freude am Fussball anzusehen.
Dan Ndoye ist die Freude am Fussball anzusehen.
KEYSTONE

Die «Swiss Connection» in Bologna

Dan Ndoye wechselte im Sommer 2023 von Basel nach Bologna. Der Flügelspieler erinnert sich an diese Zeit zurück: «Ich war in Basel und hatte gerade eine wirklich lange Saison beendet, mit einem guten Lauf in der Conference League. Dann habe ich mit der Schweiz die U21-EM gespielt.» 

Darauf sei ein Angebot von Bologna gekommen: «Ich hatte ein gutes Gefühl, dass sie mich wirklich wollten, erklärt Ndoye.» Nach mehreren Face-Time-Gesprächen und Gesprächen vor Ort habe er dann gemerkt, dass die Verantwortlichen wirklich grosses Interesse haben. Da sei ihm klar geworden, dass dies vielleicht das richtige Projekt für den nächsten Schritt sei. 

Der Wechsel nach Bologna kam zustande – über 10 Millionen Euro bezahlte der Verein aus der Emilia-Romagna für den Schweizer Nati-Spieler. Zusammen mit Michel Aebischer und Remo Freuler bildet Ndoye nun die «Swiss Connection» bei Bologna: «Ich bin sehr stolz darauf, dass wir alle regelmässig spielen.»

Die Beziehung untereinander sei gut: «Wir haben uns von Anfang an regelmässig getroffen. Wir drei haben auf jeden Fall eine sehr gute Beziehung zueinander.» Er hoffe, dass sie die Schweizer weiterhin stolz machen. Mit den derzeitigen Leistungen sind sie definitiv auf dem Weg dazu.