Beat Feuz

Beat Feuz: «Ich kann wirklich zufrieden sein mit meiner Medaille»

Von Chris Geiger, Cortina d'Ampezzo

14.2.2021

Bont über Muzatons spektakulären Beinahe-Sturz: «Das war Ragettli-Style»

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Beat Feuz holt Bronze in der WM-Abfahrt. Vincent Kriechmayr krönt sich zum Double-Champion und Marco Odermatt wird sensationell Vierter. Zu reden gibt auch der Beinahe-Sturz von Maxence Muzaton. Ski-Experte Michi Bont analysiert das Rennen.

14.02.2021

Als Dritter in der Abfahrt sichert sich Beat Feuz zum dritten Mal in seiner Karriere WM-Edelmetall. Zufrieden mit seiner Bronzefahrt beweist der Emmentaler einmal mehr, dass er ein Mann für die grossen Rennen ist, wenngleich die Strecke nicht auf ihn zugeschnitten war. Das Interview.

Beat Feuz, welchen Stellenwert hat diese Medaille für Sie?

Ich bin sehr stolz darauf. Es war keine einfache Abfahrt, zumal sie mir nicht ganz so viel Spass machte wie die anderen Kurse im Laufe dieser Saison. Vor allem der mittlere Streckenteil behagte mir nicht. Es brauchte sehr viel Mut und es ist mir leider nicht alles perfekt gelungen. Derjenige, dem diese Passagen am besten geglückt sind, ist nun Weltmeister. Ich kann aber wirklich zufrieden sein mit meiner Medaille.

Sie sagen, dass nicht alles perfekt lief. Wie analysieren Sie das Rennen?

Ich habe Zeit im technisch anspruchsvollen Teil verloren, auch wenn ich noch etwas besser gefahren bin als am Samstag im Training. Ich war vielleicht zu nahe am Limit und das hat mich letztlich wohl auch den Sieg, beziehungsweise die 18 Hundertstelsekunden Rückstand auf Vincent (Kriechmayr, Anm. d. Red.) gekostet. Die Strecke wurde zudem leicht angepasst im Vergleich zum Training. Ich konnte mich aber im unteren Teil nochmals etwas verbessern. Es hat am Ende trotzdem nicht ganz nach vorne gereicht.

Beat Feuz verpasst den WM-Titel um lediglich 18 Hundertstel – der Emmentaler kann trotzdem Lachen.
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Bild: Keystone

Im Schlussteil rasten Sie wie eine Kanonenkugel. Teilen Sie den Eindruck?

Ich denke, Vincent hat die richtige Linie gewählt. Ich hätte da noch mehr rausholen können – oder müssen. 18 Hundertstelsekunden sind in der Tat sehr wenig. Der Wind hat heute sicher auch noch eine Rolle gespielt, wobei ich nicht glaube, dass er einen entscheidenden Einfluss hatte. Vincent hat den Sieg verdient, das steht ausser Frage. Und Andreas Sander war bereit für eine Podestfahrt. Alles in allem ist dieses Resultat keine Überraschung.

Haben Sie noch ein paar Worte zu den eher eng gesteckten Toren für eine Abfahrt?

In den Riesenslalom-ähnlichen Kurven hatte ich tatsächlich Probleme. Meine Knie haben da ziemlich geschmerzt. Es wird also kein Comeback im Riesenslalom geben (lacht). Die Spezialisten im Team können beruhigt sein, zumal wir ohnehin schon über eine starke Equipe in den technischen Disziplinen verfügen.


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