Begeisterte Corinne Suter: «Das Adrenalin hilft mir, schnell zu sein»

Chris Geiger / tbz

11.2.2021

Sonja Nef zum Schweizer Doppelsieg: «Das sind zwei ganz grosse Champions»

Sonja Nef zum Schweizer Doppelsieg: «Das sind zwei ganz grosse Champions»

Top-Favoritin Lara Gut-Behrami hält dem Druck stand und rast zu WM-Gold. Ex-Ski-Star Sonja Nef ist beeindruckt. Dass mit Corinne Suter eine weitere Schweizerin aufs Podest fährt, ist für die ehemalige Weltmeisterin das Tüpfelchen auf dem i.

11.02.2021

Corinne Suter holt beim WM-Super-G sensationell die Silbermedaille. Nach dem Rennen erklärt sie, weshalb der höhere Druck an Grossveranstaltungen zu schnellerem Fahren verleitet.

Was für ein Auftakt der Schweizer Skifahrerinnen an der WM in Cortina d’Ampezzo. Lara Gut-Behrami gewinnt beim Super-G ihre erste Goldmedaille an einem Grossanlass – Corinne Suter holt sich mit nur 34 Hundertstel Rückstand Silber.

«Es ist unglaublich», strahlt die Schwyzerin nach ihrem bärenstarken Auftritt. «Alles ist so gelaufen, wie ich es mir gewünscht habe. Zumal die letzten Rennen nicht so gut gelaufen sind. Ich bin mehr als zufrieden mit der Silbermedaille und überhaupt nicht enttäuscht, dass ich nicht Gold geholt habe.»

Dabei war Suter die Einzige, die mit der völlig entfesselten Gut-Behrami mithalten konnte. Mikaela Shiffrin auf Platz drei fühlte sich im Vergleich zur Schweizer Konkurrenz «wie eine Pistenarbeiterin», so die Amerikanerin nach dem Rennen.



Mehr Druck, dafür auch mehr Adrenalin

Corinne Suter läuft einmal mehr an einer Weltmeisterschaft zur Höchstform auf.
Bild: Keystone

Suter, die vor allem im zweiten Streckenabschnitt sehr viel Tempo aufnehmen konnte, erklärt sich die gute Leistung durch den zusätzlichen Reiz der Weltmeisterschaft. «Ich denke, das Adrenalin, das man bei grossen Wettkämpfen ausschüttet, hilft mir, sehr schnell zu sein. Allerdings war ich heute nervöser als vor zwei Jahren in Are. Viele Leute hatten mich an meine Medaillen in Schweden erinnert, der Druck war also höher.»

Am Samstag dürfte der Druck für die 26-Jährige noch höher sein. Dann steht für die Speed-Spezialistin nämlich die Paradedisziplin an. «Gold in der Abfahrt? Ja, das ist das grosse Ziel.» Das mit Hochspannung erwartete Rennen findet auf der Olympia delle Tofane statt. Dabei handelt es sich um dieselbe Piste, auf der die Schweizerinnen am Donnerstag den Doppelsieg im Super-G feierten.



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