«Hausenkamm»

«Bloody Hell»: Ex-Abfahrer simuliert die Streif im Homeoffice

jar

4.4.2020

Sportler müssen in diesen Tagen kreativ sein, um zu Hause trainieren zu können. Der frühere britische Skirennläufer Graham Bell zeigt, dass man auch zuhause Skifahren kann. 

Graham Bell, der beim Hahnenkammrennen in Kitzbühel mal auf den 12. Rang raste, teilt in den sozialen Medien ein Video, das ihn mit Skiern, Stöcken und Helm in seinen eigenen Wänden zeigt. Schnee? Braucht der Brite nicht für seine Home-Office-Abfahrt, deren Starthaus sich im Estrich befindet.

«Hallo zusammen und willkommen zur 80. Austragung des legendären Hausenkamm, der härtesten Abfahrt auf der Tour», sagt Bell, bevor er sich in den ersten Steilhang wagt. Der 54-Jährige, der für den britischen TV-Sender BBC Skirennen kommentiert, stürzt sich mit einem weiten Sprung ins Abenteuer. Ob Treppe oder Sofa – Bell findet immer die Ideallinie. Nur beim Gleitstück über den Couchtisch sorgt er mit einem Innenski-Fehler für Empörung auf den Zuschauerrängen. «Bloody Hell» kommentiert die dort sitzende Tochter.



Bell meistert dann das Ziel-S mit Bravour und rast mit hoher Geschwindigkeit über die Ziellinie. Da erwartet ihn grosser Applaus. Oder wie der Brite selbst sagt: «Die Fans sind komplett aus dem Häuschen!»

Nach dem wilden Ritt meldet sich auch der Ski-Weltverband FIS auf Twitter und huldigt Bells Leistung mit einem Klatsch-in-die-Hände-Emoji: «Das war ein steiler Hang!» Bell entgegnet darauf etwas selbstkritisch: «Ich bin mir nicht sicher ob Markus Waldner (Anm. d. Red: FIS-Renndirektor) mit den Sicherheitsnetzen zufrieden wäre.» Die Antwort der FIS folgt in einem Wort: «Revolutionär!»

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport