Ski-WM in Are: So stehen die Chancen in der Abfahrt

8.2.2019 - 15:22, Patrick Lämmle

Beat Feuz führt den Abfahrts-Weltcup an und zählt zu den Topfavoriten. Bei den Frauen präsentiert sich Corinne Suter zuletzt in Topform.
Bild: Keystone

Die alpine Ski-WM geht vom 5. bis zum 17. Februar in Are über die Bühne. Wie stehen die Schweizer Medaillenchancen in der Abfahrt.

Die Latte ist hoch gelegt: Vor zwei Jahren brillierte die Ski-Nati an der Heim-WM in St. Moritz mit insgesamt sieben Medaillen. Besser waren nur die Österreicher mit neunmal Edelmetall.

Beat Feuz (Abfahrt), Luca Aerni (Kombination) und Wendy Holdener (Kombination) landeten jeweils zu oberst auf dem Podest. Weitere Medaillen gingen an: Michelle Gisin, Lara Gut-Behrami, Mauro Caviezel, und nochmals Wendy Holdener. Mit einer solchen Ausbeute wird die Schweiz wohl kaum aus Schweden heimkehren. Mit dem einen oder anderen Podestplatz darf dennoch gerechnet werden. Wir machen den Favoriten-Check für alle Rennen. 

Teil 3: Abfahrt

Rennen  4

Amtierender Weltmeister: Feuz
Top-Favorit: Paris
Medaillen-Anwärter: Feuz, Jansrud, Innerhofer, Kriechmayr
Aussenseiter-Chancen aus Schweizer Sicht: Caviezel, Janka, Hintermann

Beat Feuz ist der konstanteste Abfahrer in dieser Saison. Nur im ersten von  bisher sechs Rennen hat der Schangnauer als Sechster das Podest verpasst. Zuoberst auf dem Treppchen stand Feuz allerdings «nur» einmal, der Italiener Dominik Paris konnte als einziger Fahrer zwei Abfahrten gewinnen. Und er wird auch als Top-Favorit ins Rennen gehen, hat er doch an dieser WM bereits den Super-G gewonnen und am Freitag im Abschlusstraining die Bestzeit aufgestellt.

Die Ausgangslage bleibt aber extrem spannend, die Dichte an der Spitze ist enorm. Und da das Rennen auf verkürzter Strecke stattfindet, wird der Favoritenkreis noch grösser werden, wie Feuz nach dem 2. Training meint. Dennoch: Sollte Beat Feuz das Podest verpassen, es wäre eine Enttäuschung – zumindest aus Sicht der Zuschauer. Mit Mauro Caviezel stand in dieser Saison auch schon ein anderer Schweizer auf dem Abfahrts-Podest. In den Trainings fuhr er der Konkurrenz aber hinterher.

Prognose: Feuz holt Gold


Rennen  5

Amtierende Weltmeisterin: Šthuec
Top-Favoritin: Štuhec
Medaillen-Anwärterinnen: Siebenhofer, Suter, Schmidhofer, Goggia, Weidle
Aussenseiter-Chancen aus Schweizer Sicht: Gut-Behrami, Hählen, Flury

Die Ausgangslage in der Abfahrt verspricht auch bei den Frauen Spannung pur. In den sechs bisherigen Rennen sind schon neun verschiedene Fahrerinnen aufs Podest gerast. Schmidhofer, Štuhec und Siebenhofer sind mit je drei Podestplätzen die konstantesten Atlethinnen.

Mit Corinne Suter hat aber auch die Schweiz ein heisses Eisen im Feuer. Zwar stand die 24-Jährige im Weltcup noch nie auf dem Podest, doch sie war schon oft ganz nah dran. Und im Super-G hat sie an dieser WM sensationell Bronze gewonnen, das wird ihr einen zusätzlichen Boost verleihen – der Druck ist ebenfalls verflogen, denn alles was jetzt noch kommt, ist Zugabe. Auf Suter Ruhen nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Michelle Gisin, sie wäre definitiv eine Medaillenanwärterin gewesen, die grössten Hoffnungen aus Schweizer Sicht.



Lara Gut-Behrami sollte man natürlich auch nie ganz abschreiben, denn sie bringt viel Erfahrung mit – doch die Abfahrtsresultate in dieser Saison waren bescheiden. Auch in der Kombi-Abfahrt fuhr sie der Konkurrenz am Freitag hinterher. Es bräuchte also einen Exploit. Auch für Jasmin Flury und Joana Hählen wäre bereits eine Top-10-Klassierung als Erfolg zu werten.

Ein Resultat wie im 2. Abfahrtstraining wäre natürlich ein Traum. Dann ginge nämlich Gold und Silber an die Schweiz.

Prognose: Suter holt wie im Super-G Bronze

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