Feuz schlägt Schröcksnadels Angebot aus: «Dann schiebt er mich ab ... wie Romed»

lbe

16.2.2021

Ist nach seiner Bronzemedaille in der Abfahrt bei bester Laune: Beat Feuz.
Ist nach seiner Bronzemedaille in der Abfahrt bei bester Laune: Beat Feuz.
Bild: Keystone

Nach dem Gewinn der Abfahrts-Bronzemedaille ist Beat Feuz im TV zu Scherzen aufgelegt. Ein Angebot von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel lehnt er dementsprechend schlagfertig ab.

Als Dritter der Abfahrt sichert sich Beat Feuz zum dritten Mal in seiner erfolgreichen Karriere Edelmetall an Weltmeisterschaften. Und das, obwohl die Strecke nicht auf den «Kugelblitz» zugeschnitten ist. «Ich bin sehr stolz darauf. Es war keine einfache Abfahrt, zumal sie mir nicht ganz so viel Spass machte wie die anderen Kurse im Laufe dieser Saison. Vor allem der mittlere Streckenteil behagte mir nicht. Es brauchte sehr viel Mut und es ist mir leider nicht alles perfekt gelungen», sagt Feuz im Gespräch mit «blue Sport». Er unterstreicht: «Ich kann wirklich zufrieden sein mit meiner Medaille.»



«Vinc soll feiern, bis die Ohren wackeln»

Zufrieden wirkt Feuz denn auch am Sonntag im TV-Gespräch im «ORF»-Studio, wo er zusammen mit Abfahrtsweltmeister Vincent Kriechmayr und Silbermedaillengewinner Andreas Sander Red und Antwort steht. Und das konkurrierende Trio ist zu Scherzen aufgelegt – insbesondere Feuz. «Vinc (Kriechmayr, Anm. d. Red.) soll feiern, bis die Ohren wackeln. Also das hat er sich redlich verdient. Doppelweltmeister kann man sich auch nicht alle Tage nennen», sagt der Schweizer lachend.

Respekt zollt er dem Sieger aus Österreich für dessen Wahl der frühstmöglichen Startnummer. «Er hat es riskiert mit der Nummer eins, Hut ab. Weil ich hätte sie glaube ich nicht genommen. Mit der eins auf eins – sensationell», kommt Feuz regelrecht ins Schwärmen.

Der Schlagabtausch mit Schröcksnadel

Mit ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel dagegen liefert sich Feuz in diesen Tagen scherzhaft einen regelrechten Schlagabtausch – wobei dieser seinen Ursprung wohl in einer Sprachnachricht nach dem Super-G hat. «Jetzt wird es dann wirklich Zeit für dich. Du verschenkst ja schon Medaillen an die Ausländer», zieht Feuz den 79-Jährigen darin auf und spielt auf den Zweitplatzierten Romed Baumann an. Baumann hatte im ÖSV-Team einst keinen Platz mehr, am letzten Donnerstag fuhr er für Deutschland zu WM-Silber.



Schröcksnadels kontert die Sticheleien im «ORF»-Interview und scherzt: «Er (Feuz) ist eigentlich Österreicher, weil er bei Innsbruck wohnt. Er könnte eigentlich für uns fahren.» Darauf angesprochen erwidert Feuz keck: «Dann schiebt er mich zwei Jahre später wieder ab – wie den Romed. Nein, Spass beiseite. Ich bleibe bei der Schweiz.» Aber einen Versuch war's wert.

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