Schwedische Abfahrerinnen retten Funktionär: «Wir haben um sein Leben gekämpft»

25.1.2019 - 15:31, SDA/lbe

Lisa Hörnblad,  Helena Rapaport und Lin Ivarsson (v.l.n.r.) avancierten in Garmisch zu Lebensretternen.
Source: Printscreen Instagram

Drei schwedische Weltcup-Fahrerinnen retten am Rande des Weltcup-Wochenendes in Garmisch-Partenkirchen einem Funktionär das Leben. Der 60-Jährige war in einer Gondel der Bergbahn zusammengebrochen.

Die Abfahrerinnen Lisa Hörnblad, Lin Ivarsson und Helena Rapaport leisteten in einer Gondel zur Bergstation der Piste Kandahar, wo an diesem Wochenende je ein Super-G und eine Abfahrt ausgetragen werden, entscheidend Hilfe. Ein 60-jährige deutscher Funktionär war zusammengebrochen.

Gegenüber dem schwedischen TV-Sender «SVT» beschrieb Hörnblad die dramatischen Szenen folgendermassen. Der Mann sei kurz nach dem Start der Gondel bewusstlos geworden und zu Boden gesunken. Hörnblad, die mit ihren Kolleginnen zur Besichtigung der Weltcup-Strecke fuhr, ergriff die Initiative und leitete eine Herz-Lungen-Massage ein. «Er hatte einen Herzinfarkt, war völlig leblos. Wir haben um sein Leben gekämpft, es waren lange Minuten», sagte sie.

Mithilfe von österreichischem Teamarzt

Während Hörnblad unermüdlich die Brust des Mannes bearbeitete, hielt Rapaport ihn stabil und Ivarsson alarmierte die Rettung. Oben am Berg habe der Arzt des österreichischen Teams die Schwedinnen unterstützt, bis der Rettungshelikopter eingetroffen sei.

Einige Stunden später kam die erlösende Nachricht aus dem Spital: Der Mann überlebte. «Wir sind sehr glücklich, dass es gut ausgegangen ist», sagte Hörnblad.

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