Shiffrin: «Gisin kann den Gesamtweltcup gewinnen»

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11.12.2020

Michelle Gisin, left, of Switzerland, celebrates her third-place finish as she walks to the podium while winner Mikaela Shiffrin, of the United States, looks on following the women's World Cup downhill skiing action in Lake Louise, Alberta, Saturday, Dec. 2, 2017. (Jeff McIntosh/The Canadian Press via AP)
Michelle Gisin (links) erntet viel Lob von Mikaela Shiffrin (rechts).
Bild: Keystone

In drei Rennen fuhr Michelle Gisin auf die Ränge 5, 4 und 2. Sie unterstrich damit ihre Ambitionen auf den Sieg im Gesamtweltcup. Dass sie es schaffen kann, glaubt keine Geringere als die vielleicht beste Skifahrerin aller Zeiten.

«Es gibt einen Grund, warum ich alle Disziplinen fahre», sagt Michelle Gisin dem «Blick» vielsagend. Allerdings würde sie dafür «die perfekte Saison» gebrauchen. Zu weit nach vorne blicken will die 27-Jährige ohnehin nicht mehr, nachdem sie vor der letzten Saison ankündigte, die Abfahrts-Kristallkugel gewinnen zu wollen, und am Ende nur auf dem enttäuschenden 24. Platz landete. 

Dieses Jahr soll alles anders werden. Im Gesamtklassement liegt Gisin mit 175 Punkten auf Rang 2, der Rückstand auf Petra Vlhova (360 Punkte) ist zwar gross, doch die Saison noch lang. Die Slowakin teilt sich die Favoritenrolle mit Mikaela Shiffrin, welche sich allerdings gleich selbst aus dem Rennen nimmt. «Das ist nicht realistisch», sagt Shiffrin dem «Blick». Die US-Amerikanerin wolle sich in diesem Winter nur auf die technischen Disziplinen konzentrieren, der Trainingsrückstand sei nach ihrer langen Pause zu gross.

Gisin «eine der coolsten Fahrerinnen»

Und Gisin? «Sie kann den Gesamtweltcup gewinnen, klar», sagt Shiffrin, die offenbar viel von der Engelbergerin hält. «Sie ist eine der coolsten Fahrerinnen im Ski-Zirkus, super positiv und eine extrem harte Arbeiterin.» Und weiter: «Wenn Michelle da ist, nehme ich meine Kopfhörer ab, um zu reden. Sie ist offenherzig und es ist spannend, etwas von ihr zu erfahren.»

Sie habe Gisin zwar noch nicht auf den langen Skiern gesehen, aber es gebe keinen Grund zur Annahme, dass die Schweizerin nicht auch in den Speed-Disziplinen für Furore sorgen könne. Shiffrin: «Ihr Start in den technischen Disziplinen war unglaublich.» Noch muss sich Gisin aber gedulden, bis sie ihr Können in den Speed-Rennen unter Beweis stellen kann. Am Wochenende stehen im französischen Courchevel zwei Riesenslaloms an.

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