Odermatt verpasst Titelverteidigung «Lieber gewinnt ein Schweizer und nicht ein Österreicher»

Linus Hämmerli

9.2.2025

Marco Odermatt fährt bei der WM-Abfahrt in Saalbach auf den 5. Rang.
Marco Odermatt fährt bei der WM-Abfahrt in Saalbach auf den 5. Rang.
KEYSTONE

Auch Marco Odermatt scheitert bei der WM-Abfahrt in Saalbach beim Projekt Titelverteidigung. Zuletzt gelang dies Bernhard Russi 1972. Ein langes Gesicht zieht der Nidwaldner deswegen aber nicht. 

Linus Hämmerli

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  • Marco Odermatt fährt als Titelverteidiger bei der WM-Abfahrt in Saalbach 66 Hundertstel hinter Weltmeister Franjo von Allmen auf Rang 5.
  • Der Nidwaldner erwischte gewisse Abschnitte perfekt, in zwei Bereichen seien ihm jedoch kleine Fehler unterlaufen.
  • Obwohl er den Sprung auf das Podest verpasst, wird Odermatt am Sonntagabend mit seinen Kollegen Franjo von Allmen und Alexis Monney kräftig mitfeiern.
  • Justin Murisier ist nach seinem achten Rang in der Abfahrt enttäuscht von sich selbst. Er sei nicht in Saalbach für einen achten Platz, sondern für ganz vorne.

Marco Odermatt fährt an der WM in Saalbach auf den starken fünften Platz in der Abfahrt. 66 Hundertstel trennen ihn von seiner Titelverteidigung. Der zweite Abfahrtstriumph in Folge bleibt Odermatt somit verwehrt. Zuletzt gelang dies Bernhard Russi 1972 in Sapporo – vor 53 Jahren.

Um mit Russi gleichzuziehen, geht Odermatt in Saalbach all in. «Ich wusste, dass ich viel riskieren muss», sagt er bei «SRF» nach dem Rennen. In gewissen Abschnitten sei er perfekt gefahren, in zwei Abschnitten hätten sich jedoch Fehler eingeschlichen. Er spricht von kleinen Verschneidern, die er von sich gar nicht kenne. Am Ende leuchtet die Zeit von Odermatt rot auf. Er kommt nicht an die Fahrt von Landsmann Franjo von Allmen heran.

Odermatt positiv gestimmt, Murisier enttäuscht

Ein langes Gesicht zieht der Nidwaldner wegen der verpassten Titelverteidigung aber nicht. Ganz im Gegenteil: Dass neben von Allmen auch Alexis Monney (Rang drei) den Sprung auf das Treppchen schafft, freut Odermatt. «Es ist genial, dass wir wieder zwei Schweizer auf dem Podest haben.» Beim «ORF» ist er dann sogleich zum Scherzen aufgelegt: «Mir ist auch lieber, es gewinnt ein Schweizer und nicht ein Österreicher (lacht), deshalb ist es perfekt.»

Das starke Schweizer Abfahrtsergebnis rundet Justin Murisier mit seinem achten Rang ab. Der Westschweizer zeigt sich bei «SRF» nach dem Rennen aber nicht zufrieden. «Es gibt nicht viel Positives. (...) Ich bin nicht hier für einen achten Platz. Ich bin hier für ganz vorne. Ich bin einfach enttäuscht von mir.»

Die Korken werden knallen

Die Schweizer Speedfahrer sahnen in Saalbach ordentlich ab. Am Freitag heimste Odermatt schon den Titel im Super-G ein, nun ist auch der Abfahrtstitel in Schweizer Händen. «Besser könnte es für uns nicht sein.»

Odermatt ist sich sicher: Die Korken werden heute Abend knallen. «Es gibt heute ein Fest mit dem Team – und ich kann nochmals die Emotionen vom Freitag nach vorne holen.»

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