Europacup in Crans-Montana Schweizer fahren zwei Wochen nach Brand-Katastrophe mit Trauerflor

Michael Wegmann

14.1.2026

Sandro Simonet fährt am Dienstag in den Europacup-Rennen in Crans-Montana auf Platz 2.
Sandro Simonet fährt am Dienstag in den Europacup-Rennen in Crans-Montana auf Platz 2.
KEYSTONE

Zwei Wochen nach dem verheerenden Brand hat in diesen Tagen der Ski-Zirkus in Crans-Montana Halt gemacht. «Die Schweizer Athleten fuhren mit Trauerflor, sonst deutete am Berg oben eigentlich nichts auf die Katastrophe hin», sagt Werner Zurbuchen, Chef Nachwuchs bei Swiss-Ski.

Michael Wegmann

Nach der verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana hat das Organisationskomitee nach reiflicher Überlegung entschieden, auch die diesjährigen Rennen im Walliser Skiort durchzuführen. «Der Sport verbindet und hält die Erinnerung wach», schreibt der Veranstalter auf seiner Homepage.

Die Beweggründe werden wie folgt erklärt: «Diese Entscheidung steht für unseren Anspruch, den Sport mit Würde und Respekt zu leben. Der Ski-Weltcup ist eine internationale Sportveranstaltung, die seit langer Zeit gemeinsam mit unseren Partnern und von den Athletinnen und Athleten selbst vorbereitet wird. Wir wünschen uns, dass diese Veranstaltung hilft, wieder aufzustehen, positive Emotionen zu erleben und zugleich Raum für Begegnung und Gemeinschaft zu schaffen – um nicht zu vergessen und den Opfern mit Zurückhaltung und Respekt zu gedenken.»

Der Rahmen der Weltcup-Rennen der Frauen und Männer, welche Ende Januar stattfinden, werde den Umständen angepasst, heisst es weiter. Wie diese aussehen, wurde noch nicht kommuniziert. 

«Europacup-Rennen sind keine Publikumsanlässe»

Am Dienstag und heute Mittwoch fanden in Crans-Montana bereits zwei Europacup-Skirennen statt. War die Stimmung eine andere im Vergleich zum letzten Jahr? Hatte es weniger Zuschauer? «Europacup-Rennen sind keine Publikumsanlässe, es geht rein um den Wettkampf und es gibt kein Drumherum», sagt Werner Zurbuchen, Chef Nachwuchs Ski Alpin bei Swiss-Ski. «Das ist immer so und war diesmal nicht anders. Neben den teilnehmenden Teams waren vor allem freiwillige Helferinnen und Helfer anwesend.»

Und doch war nicht alles so wie immer. Zurbuchen: «Unsere Athleten fuhren mit Trauerflor. Sonst deutete am Berg oben eigentlich nichts auf die Brandkatastrophe hin. Aber wenn man sich in Crans-Montana aufhält, bleibt die Tragödie in den Gedanken natürlich umso präsenter.»

Aus sportlicher Sicht: Am Dienstag siegte der Belgier Armand Marchant, der Schweizer Sandro Simonet wurde Zweiter. Am Mittwoch gewann der Franzose Antoine Azzolin, bester Schweizer war Joël Lütolf auf Rang Vier.

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