Als erste Fahrerin schafft Camille Rast in diesem Winter das Kunststück, Mikaela Shiffrin in einem Slalom zu bezwingen. Dank Wendy Holdener ist Swiss-Ski gar doppelt auf dem Podest vertreten. Entsprechend gross ist die Freude im Zielraum.
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- Im Slalom von Kranjska Gora schaffen es gleich zwei Schweizerinnen auf das Podest!
- Camille Rast schlägt gar Überfliegerin Shiffrin und gewinnt, Wendy Holdener steht als Dritte erstmals in dieser Saison auf dem Podest.
- Bei den beiden Schweizerin ist die Freude im Zielraum gross. «Unglaublich! Ich habe nicht gedacht, dass es so gut läuft an diesem Wochenende», gesteht Rast.
Was für ein Wochenende für Camille Rast! Zuerst gewinnt die 26-Jährige am Samstag ihren ersten Weltcup-Riesenslalom, dann doppelt sie am Sonntag im Slalom nach – und bezwingt in dieser Disziplin als erste Fahrerin in diesem Winter die Dominatorin Mikaela Shiffrin.
«Unglaublich. Ich habe nicht gedacht, dass es so gut läuft an diesem Wochenende. Aber nach Semmering, wo ich zweimal Zweite war, hatte ich sicher noch ein bisschen Hunger», sagt Rast nach ihrem zweiten Sieg innert 24 Stunden im Zielraum von Kranjska Gora.
Keine Anpassung der Ziele
Ohnehin steht Rast in den letzten fünf Weltcup-Rennen stets auf dem Podest. «Ich arbeite sehr viel mit dem Konditionscoach und dem Ski-Coach zusammen, damit ich mich gut erholen kann. Das passt super zusammen. Und das Material stimmt auch perfekt, es ist eine super Zusammenarbeit», erklärt sich Rast ihre aussergewöhnlichen Resultate.
Deshalb im Olympia-Winter ihre Ziele anzupassen, kommt der Technikerin allerdings nicht in den Sinn. «Ich ändere die Ziele überhaupt nicht. Das Wichtigste in einer Saison ist, gesund zu bleiben. Das sieht man direkt, wenn man etwas krank oder müde ist. Jetzt passt alles super, so möchte ich weitermachen und nicht gross darüber nachdenken. Weitertrainieren und schnell fahren.»
Grosse Erleichterung bei Holdener
Neben Rast überzeugt in Kranjska Gora mit Wendy Holdener eine zweite Schweizerin. Die 32-Jährige schafft es als Dritte gar erstmals in dieser Saison auf das Podest. «Es tut sehr gut. Es ging immer so einfach, jetzt hat es doch viel Energie gebraucht. Deshalb ist es umso schöner, konnte ich es heute durchziehen und bin einen Schritt näher bei Rast und Shiffrin, bei denen es gerade einfach aussieht», so Holdener.
Sie habe vor allem im mentalen Bereich zuletzt den Hebel angesetzt. «Ich habe am Mindset gearbeitet, ich habe die Offensivität gesucht, dass ich nicht auf der Linie sitze und alles perfekt machen will», sagt Holdener und fügt an: «Ich wollte die Ruhe bewahren, damit ich am Start Gas geben kann. Das konnte ich heute gut umsetzen.»