Rennabruch nach Sturz-Orgie Corinne Suter: «Von der Piste her habe ich Crans-Montana noch nie so gut erlebt»

Patrick Lämmle

30.1.2026

Corinne Suter ist mit den Pistenverhältnissen in Crans-Montana zufrieden.
Corinne Suter ist mit den Pistenverhältnissen in Crans-Montana zufrieden.
Keystone

Drei von sechs Fahrerinnen stürzen, dann wird die Abfahrt in Crans-Montana abgebrochen. Corinne Suter schafft es bis ins Ziel und meint, dass die Piste eigentlich in einem Top-Zustand sei.

Patrick Lämmle

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die Abfahrt von Crans-Montana wird nach sechs Fahrerinnen und drei heftigen Stürzen abgebrochen.
  • Corinne Suter ist eine von drei Fahrerinnen, die es ins Ziel schafft. Die Piste sei in einem super Zustand. Dennoch zeigt sie Verständnis für den Rennabbruch.
  • Am Samstag findet in Crans-Montana der Super-G der Frauen statt, sofern das Wetter mitspielt.

Die Österreicherin Nina Ortlieb mit der Startnummer 1 stürzt nach 19 Sekunden und landet im Fangnetz. Romane Miradoli schafft es nach dem ersten Rennunterbruch bis ins Ziel. Nach der Französin startet Marte Monsen, die im Zielhang in ein Tor rast und danach ebenfalls im Fangnetz landet. Die Norwegerin wird mit dem Schlitten abtransportiert.

Mit der Startnummer 4 schafft es Jacqueline Wiles nach einem wilden Ritt bis ins Ziel und übernimmt die Führung. Nach ihr ist Corinne Suter an der Reihe. Die 31-jährige Schweizerin legt einen starken Start hin, verliert danach aber kontinuierlich Zeit und reiht sich mit 0,28 Sekunden Rückstand an zweiter Stelle ein. Und dann kommt Lindsey Vonn, die beste Abfahrerin der Saison! Aber auch sie wird ausgehebelt und landet im Fangnetz.

Während des neuerlichen Rennunterbruchs kommt Corinne Suter zum Interview bei «SRF». Zu diesem Zeitpunkt wird im Hintergrund gerade darüber diskutiert, ob das Rennen abgebrochen werden soll. Suter meint darauf angesprochen: «Ich bin froh, muss ich das nicht entscheiden. Ich sage jetzt, von der Piste her habe ich Crans-Montana noch nie so gut erlebt. Klar, es ist schwierig von der Sicht her, man sieht es nicht richtig und es ist tendenziell unruhig, aber es kommt etwas zurück. Von demher ist es gut zum Fahren.»

Direkt nach dem Interiview ist klar: Das Rennen wird nicht fortgeführt. Rennabbruch nach sechs Fahrerinnen bei der Olympia-Generalprobe. Ein paar Minuten später kommt Suter in die Mixed Zone und beantwortet weitere Fragen der Journalisten. Dort zeigt sie aufgrund der schlechter werdenden Wetterbedingungen Verständnis für den Rennabbruch. Sie hoffe nun, dass am Samstag der Super-G stattfinden könne.

ZDF-Experte Marco Büchel zeigt nur bedingt Verständnis für den Entscheid: «Ich kann die Absage nicht wirklich nachvollziehen, wenn man sagt, die Sicht ist nicht gut genug. Ja, die Sicht ist flach, aber es hat keinen Nebel, also man sieht weit genug. Ich kann es menschlich nachvollziehen, aber wir haben die Athletinnen oben am Start gehört, die waren perplex, die haben gesagt: Das ist ein Witz.»

Corinne Suter: «Ich hoffe, dass Morgen ein Rennen stattfindet»

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