Lindsey Vonn zeigt es allen «Danke an meine Hater, ihr habt mich so stark gemacht»

Sandro Zappella aus St. Moritz

12.12.2025

Lindsey Vonn (41) schreibt als älteste Weltcup-Siegerin Geschichte

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12.12.2025

Lindsey Vonn gewinnt mit 41 Jahren ihr erstes Weltcuprennen seit 2018. Im Interview verrät die Amerikanerin, dass sie die vielen Comeback-Kritiker zusätzlich motiviert haben.

Sandro Zappella aus St. Moritz

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Lindsey Vonn gewinnt mit 41 Jahren und 55 Tagen ihr erstes Weltcuprennen seit 2018 und feiert damit ihren 83. Sieg.
  • Die US-Amerikanerin betont, dass sie trotz ihres Alters noch genug Kraft habe und sich durch viele Kritiker zu ihrem Comeback angespornt fühlte.
  • Vonn bedankt sich bei ihren «Hatern», deren Zweifel sie zu intensiverem Training und ihrer starken Leistung motiviert hätten.

Lindsey Vonn holt ihren ersten Sieg im Weltcup nach ihrem Comeback. Im Alter von 41 Jahren und 55 Tagen errang Vonn damit ihren ersten Weltcupsieg seit März 2018 und den 83. insgesamt. Während im Zielraum «Forever Young» gespielt wird, sagt Vonn von blue News darauf angesprochen: «Hoffentlich kann ich mich weiter jung fühlen. Aber ich bin leider nicht mehr so jung mit 41 Jahren. Da sind viele Athletinnen, die vor meinen ersten Olympischen Spielen noch nicht geboren waren.»

Und Vonn hat recht. Die Amerikanerin nahm 2002 in Salt Lake City zum ersten Mal an Olympia teil, zum Vergleich: Die am Freitag beste Schweizerin, Malorie Blanc auf Rang 13, kam am 6. Januar 2004 zur Welt. Trotz ihrer 41 Jahren war Vonn heute aber deutlich die Schnellste und sagt: «Ich habe trotz meines Alters noch genug Power.»

Es sei natürlich eine lange Zeit seit ihrem letzten Weltcup-Sieg: «Ich bin vor sechs Jahren zurückgetreten. Ich wollte nicht zurückkommen, ohne zu wissen, dass ich schnell sein kann. Ich wusste, wie ich mich fühle und wie sich mein Knie fühlt.»

Motivation durch Hater

Vonn erklärt, dass es auch schwierig für sie persönlich gewesen sei, da viele Leute gesagt hätten, dass sie es nicht schaffen werde mit ihrem Comeback: «Ich habe gewusst, was ich machen kann und jetzt weiss jeder, was in meinem Kopf war.» Die heutige Leistung sei dann noch besser gewesen, als sie gedacht habe: «Es war der perfekte Start.»

Generell sei sie ihr Leben lang kritisiert worden, das habe sich nicht gross verändert über die Jahre. Dennoch seit das letzte Jahr hart gewesen: «Von den Leuten, die diese Dinge über mich gesagt haben, habe ich seither nichts gehört.» Das sei jedoch in Ordnung und habe ihr eine Menge Motivation gegeben – im Sommer habe sie im Gym besonders hart gearbeitet. Diese Kritik habe ihr zusätzlich «Benzin» gegeben, erklärt Vonn sagt: «Danke an meine Hater. Ihr habt mich für diesen Sieg heute motiviert.»

In der Schweiz haben sich etwa Bernhard Russi, Sonja Nef oder Bruno Kernen kritisch über ihr Comeback geäussert. Österreichs Ski-Legende Franz Klammer unterstellte Vonn bei ihrem Plan einen «Vollschuss», der deutsche Olympiasieger Markus Wasmeier sprach gar von «Verarschung».

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