Eigentlich figuriert Jasmin Mathis nicht im Aufgebot von Swiss-Ski für die Junioren-WM in Tarvisio. Weil sich Teamkollegin Janine Mächler aber verletzt, rückt die Nidwaldnerin nach – und räumt nun gross ab.
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- An der Junioren-WM knöpfen die Schweizer Ski-Talente dort an, wo die Elite bei den Titelkämpfen in Saalbach aufgehört hat. In den ersten vier Rennen räumen die Athleten von Swiss-Ski ganze fünf Medaillen ab.
- Unter anderen trumpft die 20-jährige Jasmin Mathis gross auf und schreibt ein WM-Märchen, mit dem vor wenigen Tagen wohl niemand gerechnet hat.
- Mathis figuriert ursprünglich nicht im Aufgebot von Swiss-Ski. Nun steht sie nach zwei Einsätzen mit zwei Medaillen da.
Als Swiss-Ski Mitte Februar das Aufgebot für die Junioren-WM präsentiert, sucht man unter den acht nominierten Juniorinnen vergeblich nach Jasmin Mathis. Die 20-Jährige bestreitet in diesem Winter ihre erste richtige Europacup-Saison und muss für die Titelkämpfe anderen Athletinnen den Vortritt lassen. So zumindest der ursprüngliche Plan.
Kurz vor dem WM-Start muss allerdings die Thalwilerin Janine Mächler wegen anhaltender Rückenprobleme Forfait geben. «Ich hätte mir bessere Nachrichten gewünscht», schreibt die 20-Jährige auf Instagram und macht klar: «Es tut sehr weh, aber ich tue alles, um wieder ohne Schmerzen an der Startlinie zu stehen.»
Zwei Einsätze, zwei Medaillen
Mächlers Pech ist das Glück von Mathis: Die Nidwaldnerin wird nachnominiert und steht für die Schweiz sowohl in der Abfahrt als auch im Super-G, der auch Teil der Team-Kombi ist, am Start. Und Mathis nutzt ihre unverhoffte Chance eindrücklich.
In der Abfahrt rast sie auf Platz 2 und zu WM-Silber, nur eine Hundertstelsekunde fehlt auf Siegerin und Teamkollegin Stefanie Grob. Den Super-G am Samstag bewältigt dann keine Konkurrentin mehr schneller als Mathis, die sich tatsächlich zur Weltmeisterin kürt und damit Nachfolgerin einer gewissen Malorie Blanc wird.
Zugleich liefert Mathis in der Team-Kombi die perfekte Vorarbeit für Teamkollegin Dania Allenbach. Die 18-Jährige kann im Slalom dann aber nicht mit den Schnellsten mithalten, die beiden fallen in der Gesamtrangliste auf Schlussrang 16 zurück. Immerhin für Mathis dürfte das nach dem unverhofften WM-Märchen und zwei Medaillen in zwei Einsätzen aber verkraftbar sein.