Vincent Kriechmayr (34) hat seine Entscheidung gefällt: Der Österreicher hängt noch eine Saison dran. In den Speed-Disziplinen ist er einer der härtesten Konkurrenten von Marco Odermatt und Franjo von Allmen.
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- Vincent Kriechmayr hängt noch eine Saison dran.
- Der 34-Jährige gehört im Super-G und der Abfahrt zur absoluten Weltspitze.
- Für Ski-Fans aus Österreich sind das tolle Neuigkeiten, da er einer der wenigen Fahrer ist, der die Schweizer regelmässig ärgert.
Nach der Saison 2025/2026 hat Kriechmayr offen gelassen, ob er noch eine Saison anhängt oder von der grossen Bühne abtritt. Seit Donnerstag herrscht Klarheit: Der 34-Jährige macht weiter.
Vor wenigen Wochen meinte der 20-malige Weltcupsieger, dass er nur weiterfahren werde, sofern Peter Meliessnig zum Österreichischen Skiverband (ÖSV) zurückgeholt werde. Meliessnig war neun Jahre der Konditionstrainer von Kriechmayr, ehe er 2024 zum Team von Lindsey Vonn abwanderte.
Kriechmayr kommentierte damals vielsagend: «Schade, dass er damals nicht so wertgeschätzt wurde vom Verband.» Eine klare Spitze gegen den ÖSV. Ob Meliessnig tatsächlich zurückkehrt, ist allerdings noch nicht klar. Cheftrainer Marko Pfeifer sagte gegenüber dem Portal «skinews.ch»: «Wir sind nach wie vor daran interessiert, Peter zum ÖSV zurückzuholen.» In Stein gemeisselt sei die Rückkehr aber noch nicht.
Ungeachtet dessen setzt Kriechmayr nun also seine Karriere fort. Der Abfahrts- und Super-G-Weltmeister von 2021 verkündet diesen Schritt mit einer Kampfansage: «Ich möchte noch eine Saison dranhängen. Eine Saison, in der ich nochmals alles, was ich habe, reinlegen werde.»
Kriechmayr reicht den Schweizern das Wasser
Im vergangenen Winter gewann Kriechmayr einen Super-G und fuhr in zwei Rennen als Zweiter aufs Podest. In der Disziplinenwertung belegte er hinter Marco Odermatt den 2. Rang.
In der Abfahrt stand er ebenfalls drei Mal auf dem Treppchen. Ein Rennen gewann Kriechmayr, einmal wurde er Zweiter, einmal Dritter. Zudem verpasste er in zwei Rennen das Podium als 3. und 5. nur knapp. In der Disziplinenwertung reichte dieser Leistungsausweis hinter Odermatt, Von Allmen und Dominik Paris aber «nur» für Rang 4.
Bei den Olympischen Spielen holte der Top-Athlet in der Team-Kombi gemeinsam mit Manuel Feller die Silbermedaille. Die beiden waren genau gleich schnell wie das Duo Odermatt/Meillard. Nur Franjo von Allmen und Tanguy Nef machten es noch besser.
Trotz all seiner Erfolge kann Kriechmayr den Hype und das grosse Interesse um seine Person nicht wirklich nachvollziehen. Er freue sich darüber, aber «ich verstehe es nicht ganz, weil ich nur mit zwei Holzbrettern den Berg runterfahre». Tut er dies genau so schnell wie in den vergangenen Saisons, so bleibt er eine harte Nuss für die Schweizer.