Erlösung nach WM-Schlappe Doppelsieger Kristoffersen feiert sich selbst – Hirscher jubelt mit

Luca Betschart

3.3.2025

Henrik Kristoffersen (rote Startnummer) und Timon Haugan jubeln über einen Doppelsieg im Slalom von Kranjska Gora.
Henrik Kristoffersen (rote Startnummer) und Timon Haugan jubeln über einen Doppelsieg im Slalom von Kranjska Gora.
Bild: Keystone

Nach der WM-Schlappe in Saalbach feiern Henrik Kristoffersen und Timon Haugan im Slalom von Kranjska Gora einen Doppelsieg für Norwegen – und für die Skimarke «Van Deer». Marcel Hirscher jubelt auf Instagram mit.

Luca Betschart

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  • Henrik Kristoffersen gewinnt am Wochenende in Kranjska Gora sowohl den Riesenslalom, als auch den Slalom und erreicht damit ein grosses Ziel. 
  • Nach dem WM-Frust ist das für den Norweger eine besondere Genugtuung. «Wie ich schon gestern gesagt habe: Ich bin nicht so ein schlechter Skifahrer», sagt Kristoffersen nach dem Rennen am Sonntag. 
  • Auch Kristoffersens Ski-Ausrüster «Van Deer» und deren Inhaber Marcel Hirscher jubeln über den Doppel-Erfolg in Slowenien.

Am Sonntag feiert Ski-Legende Marcel Hirscher seinen 36. Geburtstag. Doch nicht nur das Jubiläum ist an diesem Tag für den einstigen Weltcup-Dominator Grund zum Feiern. Denn auch der Slalom der Männer in Kranjska Gora verläuft ganz nach dem Gusto des Geburtstagskindes.

Mit Henrik Kristoffersen und Timon Haugan fahren in Slowenien zwei Norweger zu einem Doppelsieg, die beide mit Hirschers Skimarke «Van Deer» unterwegs sind. «Doppelsieg in Kranjska Gora – ein schönes Geburtstagsgeschenk», jubelt Hirscher anschliessend auf Instagram und zeigt sich «unglaublich stolz» auf das ganz Team: «Was für ein Wochenende für Van Deer!»

Marcel Hirscher jubelt auf Instagram über Norwegens Doppelsieg.
Marcel Hirscher jubelt auf Instagram über Norwegens Doppelsieg.
Bild: Instagram

WM-Frust in Saalbach

Kristoffersen gewinnt nicht nur den Slalom, sondern ist schon am Samstag im Riesenslalom schneller als die gesamte Konkurrenz. Selbst Dominator Marco Odermatt büsst in der Endabrechnung eine halbe Sekunde auf den Norweger ein. Das tut Kristoffersen und seinem Ausrüster gut.

Denn noch an der WM in Saalbach müssen Kristoffersen, Haugan und ihr Ausrüster eine herbe Schlappe einstecken. Die beiden Norweger verpassen in Riesenslalom und Slalom das Podest deutlich und reisen ohne Medaille wieder ab. «Wenn von meinem Ski und dem Schnee nichts zurückkommt, ist es mit meinem Fahrstil etwas langsam», schimpft Kristoffersen damals auch über seine «Van Deer»-Ski.

Kristoffersen: «Ich bin nicht so ein schlechter Skifahrer»

Ganz anders tönt es am Sonntag in Kranjska Gora. «Es ist unglaublich. Es ist erst das dritte Jahr mit Van Deer – und es ist wirklich cool, wie gute Resultate wir nach nur drei Jahren bekommen», sagt Haugan. Kristoffersen dagegen meint: «Heute ging es nicht übers Material, sondern über das Skifahren – und wie ich schon gestern gesagt habe: Ich bin nicht so ein schlechter Skifahrer.»

Im Gegenteil: Kristoffersen steht nach dem Sieg in Slowenien kurz vor dem Gewinn der Slalom-Kugel. 77 Punkte beträgt der Vorsprung auf Clément Noël, Loïc Meillard folgt mit einem Rückstand von 102 Punkten auf Rang drei. Nur noch zwei Rennen stehen bis zum Saisonende auf dem Programm.

Auf die günstige Ausgangslage angesprochen, unterstreicht der 30-Jährige aber: «Das ist egal. Die Kugel ist nicht so wichtig. Für mich ist die grösste Freude, Rennen zu gewinnen.» Das tut Kristoffersen in Slowenien gleich zweimal innert 24 Stunden – und zwar in zwei unterschiedlichen Disziplinen: «Es war ein grosses Ziel, Riesenslalom und Slalom an einem Wochenende zu gewinnen.»

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