Ungewohnte Panne von Mikaela Shiffrin bei ihrem Heimrennen in Copper Mountain. Die US-Amerikanerin kassiert eine Busse, weil sie zu spät zur Startnummernauslosung erscheint.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Mikaela Shiffrin wurde vom Ski-Weltverband FIS mit einer Geldstrafe belegt, weil sie zu spät zur öffentlichen Startnummern-Auslosung in Copper Mountain erschien.
- Laut FIS-Reglement müssen Fahrerinnen mit Startplätzen 1–15 pünktlich teilnehmen, sonst drohen Strafen bis hin zu sportlichen Nachteilen – Shiffrin kam verspätet, aber noch rechtzeitig genug für den Start.
- Offenbar hat sich die US-Amerikanerin ausgerechnet beim Heimrennen auf dem Weg vom Hotel zur Veranstaltung verirrt.
Beim Weltcup-Slalom in Copper Mountain hat sich Mikaela Shiffrin eine ungewohnte Zusatznotiz im Protokoll eingehandelt: Der Ski-Weltverband FIS belegte die US-Skirennfahrerin mit einer Geldstrafe, die im Anschluss an das Rennen kurzzeitig auf der Verbandswebsite aufgeführt war. Weshalb die Passage später wieder verschwand, bleibt unklar – fest steht aber, dass die 30-Jährige beim Heimrennen gegen eine Reglementsvorgabe verstossen hat.
Wie FIS-Mediensprecherin Viviane Tonoli gegenüber «Skinews» erklärt, ist Shiffrin nicht rechtzeitig zur öffentlichen Auslosung der Startnummern erschienen: «Die FIS hat hier ein strenges Reglement und deshalb wird Shiffrin entsprechend gebüsst.»
Im Fall eines ersten Verstosses beläuft sich die Summe auf 999 Franken – bei wiederholtem Fehlverhalten kann sie deutlich höher ausfallen. Für die erfolgreichste Athletin der Weltcup-Geschichte dürfte das jedoch kaum ins Gewicht fallen.
Hat sich Shiffrin verirrt?
Gemäss Punkt 9.4 des FIS-Weltcup-Reglements müssen alle Fahrerinnen und Fahrer mit den Startplätzen 1 bis 15 zu einer fix definierten Zeit an der Ziehung teilnehmen. Wer ohne triftige Begründung fehlt, riskiert nicht nur eine Busse, sondern auch sportliche Konsequenzen: Im Extremfall droht die letzte verfügbare Startnummer innerhalb der Gruppe – oder gar ein Start weit hinten ab Nummer 45.
Dazu kam es jedoch nicht, da Shiffrin zwar verspätet, aber dennoch anwesend war. Sie ging schliesslich mit der Nummer 4 an den Start – und gewann überlegen mit 1,57 Sekunden Vorsprung.
Weshalb sie den Termin verpasst hat, bleibt offen. Die FIS verweist für Details an das US-Team, das seinerseits keine Stellungnahme abgibt. Spekuliert wird, dass sich Shiffrin auf dem Weg vom Hotel zur Veranstaltung kurz verfahren oder verlaufen haben könnte.