Kuriose Busse FIS bestraft Mikaela Shiffrin nach Sieg im Heimrennen

Jan Arnet

2.12.2025

Mikaela Shiffrin gewann den Slalom in Copper Mountain mit grossem Vorsprung.
Mikaela Shiffrin gewann den Slalom in Copper Mountain mit grossem Vorsprung.
Keystone

Ungewohnte Panne von Mikaela Shiffrin bei ihrem Heimrennen in Copper Mountain. Die US-Amerikanerin kassiert eine Busse, weil sie zu spät zur Startnummernauslosung erscheint.

Jan Arnet

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Mikaela Shiffrin wurde vom Ski-Weltverband FIS mit einer Geldstrafe belegt, weil sie zu spät zur öffentlichen Startnummern-Auslosung in Copper Mountain erschien.
  • Laut FIS-Reglement müssen Fahrerinnen mit Startplätzen 1–15 pünktlich teilnehmen, sonst drohen Strafen bis hin zu sportlichen Nachteilen – Shiffrin kam verspätet, aber noch rechtzeitig genug für den Start.
  • Offenbar hat sich die US-Amerikanerin ausgerechnet beim Heimrennen auf dem Weg vom Hotel zur Veranstaltung verirrt.

Beim Weltcup-Slalom in Copper Mountain hat sich Mikaela Shiffrin eine ungewohnte Zusatznotiz im Protokoll eingehandelt: Der Ski-Weltverband FIS belegte die US-Skirennfahrerin mit einer Geldstrafe, die im Anschluss an das Rennen kurzzeitig auf der Verbandswebsite aufgeführt war. Weshalb die Passage später wieder verschwand, bleibt unklar – fest steht aber, dass die 30-Jährige beim Heimrennen gegen eine Reglementsvorgabe verstossen hat.

Wie FIS-Mediensprecherin Viviane Tonoli gegenüber «Skinews» erklärt, ist Shiffrin nicht rechtzeitig zur öffentlichen Auslosung der Startnummern erschienen: «Die FIS hat hier ein strenges Reglement und deshalb wird Shiffrin entsprechend gebüsst.»

Im Fall eines ersten Verstosses beläuft sich die Summe auf 999 Franken – bei wiederholtem Fehlverhalten kann sie deutlich höher ausfallen. Für die erfolgreichste Athletin der Weltcup-Geschichte dürfte das jedoch kaum ins Gewicht fallen.

Hat sich Shiffrin verirrt?

Gemäss Punkt 9.4 des FIS-Weltcup-Reglements müssen alle Fahrerinnen und Fahrer mit den Startplätzen 1 bis 15 zu einer fix definierten Zeit an der Ziehung teilnehmen. Wer ohne triftige Begründung fehlt, riskiert nicht nur eine Busse, sondern auch sportliche Konsequenzen: Im Extremfall droht die letzte verfügbare Startnummer innerhalb der Gruppe – oder gar ein Start weit hinten ab Nummer 45.

Dazu kam es jedoch nicht, da Shiffrin zwar verspätet, aber dennoch anwesend war. Sie ging schliesslich mit der Nummer 4 an den Start – und gewann überlegen mit 1,57 Sekunden Vorsprung.

Weshalb sie den Termin verpasst hat, bleibt offen. Die FIS verweist für Details an das US-Team, das seinerseits keine Stellungnahme abgibt. Spekuliert wird, dass sich Shiffrin auf dem Weg vom Hotel zur Veranstaltung kurz verfahren oder verlaufen haben könnte.

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