Frust trotz Podestplatz Gut-Behrami: «Ich bin selber schuld, aber es regt mich langsam auf»

Luca Betschart

2.3.2025

Starke Aufholjagd in Kvitfjell: Gut-Behrami schnappt Brignone beinahe den Sieg weg

Starke Aufholjagd in Kvitfjell: Gut-Behrami schnappt Brignone beinahe den Sieg weg

Lara Gut-Behrami zeigt im Super-G von Kvitjfell einen ganz starken Schlussteil und kann einen zwischenzeitlichen Rückstand von 66 Hundertstelsekunden beinahe noch aufholen.

02.03.2025

Zum 98. Mal auf dem Weltcup-Podest und die Führung in der Super-G-Wertung verteidigt – doch Lara Gut-Behrami ist nach ihrem zweiten Platz in Kvitfjell überhaupt nicht zufrieden.

Luca Betschart

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  • Lara Gut-Behrami verpasst den Sieg im Super-G von Kvitfjell hauchdünn, steht aber im sechsten Rennen in dieser Disziplin zum fünften Mal auf dem Podest.
  • Dennoch ist die Tessinerin nach ihrer Fahrt alles andere als zufrieden und nervt sich über ihren zeitraubenden Fehler.

Nachdem es in Kvitjfell in der Abfahrt zweimal nicht klappt, meldet sich Lara Gut-Behrami am Sonntag im Super-G eindrücklich zurück auf dem Podium. Die Tessinerin beweist insbesondere im Schlussteil ihr Können und rast dank einer Aufholjagd noch auf Rang zwei. Nur Federica Brignone ist um mickrige sechs Hundertstel schneller.

Gut-Behrami büsst zwar etwas an Vorsprung ein, dennoch kann sie die Führung im Disziplinenweltcup gegen die starke Italienerin verteidigen. Drei Rennen vor Saisonende hat Gut-Behrami 55 Punkte mehr auf dem Konto. Doch über den 98. Weltcup-Podestplatz der Karriere kann sich die Tessinerin kurz nach dem Rennen trotzdem nicht freuen. 

«Ich mache immer wieder Fehler»

«Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Ich mache immer wieder Fehler. Es ist schon die ganze Saison so. Ich bin selber schuld, aber es regt mich langsam auf», sagt Gut-Behrami im Zielraum im SRF-Interview und ärgert sich: «Ich habe in vier Toren acht Zehntelsekunden liegenlassen.»

Und weiter: «Ich dachte, das Rennen ist sowieso schon verloren. Ich hätte unten sogar noch mehr Gas geben können. Im Moment kann ich mich nicht gross freuen über den zweiten Rang. Weil es ist die ganze Saison immer so, dass ich Fehler mache. Es ist niemand schuld ausser ich. Aber ich würde es gerne mal drehen.»

Nächste Chance im Riesenslalom

In den bisherigen sechs Super-G im diesjährigen Weltcup-Winter steht Gut-Behrami fünfmal auf dem Podest. Für die Ausnahmekönnerin wäre aber sogar mehr möglich gewesen. «Ich fahre nicht schlecht, aber es fehlt mir die Konstanz, fehlerfrei zu fahren», so die 28-Jährige, die erklärt: «Ich suche immer, was ich noch verbessern kann. Ich bin nicht eine, die zufrieden ist, wenn sie gut gefahren ist. Ich möchte das zeigen, was ich kann – von oben bis unten.»

Die nächste Chance dazu kommt bald, allerdings nicht im Super-G. Am kommenden Samstag steht in Åre ein Riesenslalom auf dem Programm. Klar ist: Bleibt Gut-Behrami fehlerfrei, muss sich die Konkurrenz warm anziehen.

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