Lara Gut-Behrami distanziert die Konkurrenz beim Weltcup-Finale im Super-G eindrücklich. Dabei lässt sie nicht nur den Frauen keine Chance, sie fährt auch zahlreichen Speed-Spezialisten der Männer davon.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Das Weltcup-Finale im Super-G in Sun Valley bestreiten Männer und Frauen auf dem exakt gleichen Kurs. Das lässt interessante Vergleiche zu.
- Dabei ist schnell klar: Lara Gut-Behrami liefert nicht nur der Frauenkonkurrenz eine Machtdemonstration, sondern fährt auch zahlreichen Männern davon.
- Mit ihrer Siegzeit hätte sie bei den Herren einen Top-10-Platz erreicht und liegt nur 0,43 Sekunden hinter Ski-König Marco Odermatt.
- Auch die 40-jährige Lindsey Vonn beeindruckt und lässt mit ihrer Zeit mehrere Männer hinter sich – unter anderem Jared Goldberg, den sie um fast zwei Sekunden distanziert.
Im Ski-Weltcup der Männer und Frauen werden unterschiedliche Pisten und andere Kurse gefahren. Diese Unterteilung verunmöglicht Vergleiche zwischen Athletinnen und Athleten – im Normalfall.
Nicht so beim Weltcup-Finale im US-amerikanischen Sun Valley. Dort finden am Sonntagabend die Super-G-Rennen beider Geschlechter auf dem exakt gleichen Kurs statt. Ein Blick auf die Resultate.
Gut-Behrami nur 43 Hundertstel hinter Odermatt
Was sofort auffällt: Lara Gut-Behrami ist nicht nur den Frauen, sondern auch zahlreichen Männern zu schnell. Mit einer Zeit von 1:12.35 würde die Tessinerin bei den Herren sensationell in die Top-10 fahren.
Dabei lässt sie grosse Namen wie James Crawford, Justin Murisier oder Nils Allegre hinter sich. Selbst auf Marco Odermatt weist sie einen Rückstand von weniger als einer halben Sekunde auf (43 Hundertstel).
Vonn verliert Duell der 40-Jährigen denkbar knapp
Unfassbar ist auch die Leistung der 40-jährigen Weltcup-Rückkehrerin Lindsey Vonn. Sie würde bei den Männern auf den 20. Rang fahren. Damit klassiert sie sich vor Dominik Paris, Alexis Monney, Miha Hrobat, Benno Brandis, Jan Zabystran (alle ausgeschieden) und Jared Goldberg, den sie mit fast zwei Sekunden in die Schranken weist.
Das Duell der Oldies gegen den ebenfalls 40-jährigen Christof Innerhofer verliert die US-Amerikanerin dabei denkbar knapp. Der Italiener fährt nach 1:13.57 Sekunden über die Ziellinie – sieben Hundertstel vor Lindsey Vonn.
Gemischte Rangliste, Top-20
- Lukas Feurstein (Österreich), 1:10.96
- Raphael Haaser (Österreich), 1:11.15
- Franjo von Allmen (Schweiz), 1:11.38
- Stefan Rogentin (Schweiz), 1:11.64
- Marco Odermatt (Schweiz), 1:11.92
- Stefan Eichberger (Österreich), 1:11.99
- Frederik Moeller (Norwegen), 1:12.17
- Vincent Kriechmayr (Österreich), 1:12.17
- Stefan Babinsky (Österreich), 1:12.20
- Lara Gut-Behrami (Schweiz), 1:12.35
- Giovanni Franzoni (Italien), 1:12.43
- Nils Allegre (Frankreich), 1:12.49
- Adrian Sejersted (Norwegen), 1:12.64
- Ryan Cochran-Siegle (USA), 1:12.86
- Justin Murisier (Schweiz), 1:12.92
- James Crawford (Kanada), 1:12.94
- Daniel Hemetsberger (Österreich), 1:13.05
- Loic Meillard (Schweiz), 1:13.34
- Christof Innerhofer (Italien), 1:13.57
- Lindsey Vonn (USA), 1:13.64
Der einzige im Ziel angekommene Athlet der Männer, der nicht in der gemischten Top-20 zu finden ist, ist Jared Goldberg. Der US-Amerikaner beendet das Rennen in 1:15.26 und würde damit im Rennen der Frauen auf den 16. Rang fahren. Mit Corinne Suter und Gut-Behrami schlagen ihn auch zwei Schweizer Athletinnen.
Zugegeben, der Vergleich der Geschlechter hinkt etwas, fahren die Frauen am Sonntag doch den frisch präparierten Kurs um 18.00 Uhr, während den Männern nur die zerfahrenen Überreste ab 19.30 Uhr bleiben.