Wetter zwingt FIS zu Programm-Änderung «Habe rein gar nichts gesehen» – Bedingungen in Beaver Creek bewegen sich am Limit
Die Verantwortlichen in Beaver Creek müssen ihr Weltcup-Programm erneut anpassen – Schnee und Wetter lassen ihnen kaum Spielraum. Die Schweizer können im Training derweil überzeugen.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Die Abfahrt der Männer in Beaver Creek findet wetterbedingt bereits am Donnerstag statt. Der Super-G-Termin bleibt vorerst offen.
- Wegen Schneemangels werden Abfahrt und Super-G auf verkürzter Strecke gefahren, was die Laufzeit um rund zehn Sekunden reduziert.
- «Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals bei derart starkem Schneefall gefahren bin. Ich habe abschnittsweise wirklich rein gar nichts gesehen», sagt Arnaud Boisset nach dem 2. Training.
Nach mehreren Tagen voller Unsicherheit steht nun fest: Die Abfahrt der Männer geht bereits am Donnerstag um 19:00 Uhr über die Bühne und damit einen Tag früher als ursprünglich vorgesehen. Wann der Super-G – eigentlich für Samstag geplant – stattfinden kann, will der Ski-Verband am Donnerstag bekanntgeben. Auch für den Riesenslalom gibt es noch keinen neuen Termin.
Zu Beginn waren vier Rennen geplant: zwei Abfahrten am Donnerstag und Freitag, dazu ein Super-G am Samstag und ein Riesenslalom am Sonntag. Wegen Schneemangels wurde die für diesen Donnerstag vorgesehene erste Abfahrt jedoch bereits vergangene Woche gestrichen.
Schon am Montag hatte FIS-Renndirektor Markus Waldner erklärt, dass Abfahrt und Super-G aus Sicherheits- und Schneemangelgründen auf verkürzter Strecke gefahren werden. Die Athleten biegen in den Speeddisziplinen gleich nach der Passage «Golden Eagle» auf Höhe des «Harrier-Sprungs» ab – die Laufzeit verkürzt sich dadurch um rund zehn Sekunden.
Schweizer Duo überzeugt im 2. Training
Im zweiten Training für die Abfahrt am Donnerstag hinterliessen vor allem Alexis Monney und Stefan Rogentin aus Schweizer Sicht einen starken Eindruck. Monney fuhr auf Rang zwei und lag nur 0,16 Sekunden hinter dem Kanadier Cameron Alexander. Rogentin klassierte sich mit 25 Hundertsteln Rückstand als Dritter. Marco Odermatt belegte Platz sechs, 0,75 Sekunden hinter Alexander. Niels Hintermann, der nach seiner Krebserkrankung kurz vor dem Comeback steht, fuhr die 14.-beste Zeit.
Auch die zweite Trainingsfahrt auf der «Birds of Prey» verlangte den Fahrern einiges ab: Die Bedingungen bewegten sich erneut am Limit. Arnaud Boisset, der im vergangenen Jahr nach einem Sturz in Beaver Creek eine schwere Hirnerschütterung auskurieren musste, schildert die schwierige Situation im «Blick» wie folgt: «Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals bei derart starkem Schneefall gefahren bin. Ich habe abschnittsweise wirklich rein gar nichts gesehen.»
Bleibt zu hoffen, dass die Abfahrt am Donnerstag ohne Unterbrüche und schwere Stürze über die Bühne gehen kann.