Niels Hintermann meldet sich eindrücklich zurück in der Weltspitze. Nach seinem siebten Platz in Gröden erklärt er, was ihn an seiner «Meisterleistung» auf der Saslong besonders stolz macht.
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- Nachdem Niels Hintermann aufgrund einer Krebserkrankung die gesamte letzte Saison verpasst, meldet er sich in diesem Weltcup-Winter mit starken Leistungen zurück.
- In der zweiten Gröden-Abfahrten fährt der Zürcher mit Platz 7 mitten in die Weltspitze – und das, obwohl er sich bis kurz vor dem Start nicht bereit fühlt.
- Umso stolzer ist Hintermann im Ziel auf seinen Auftritt: «Das ist für mich eine Meisterleistung.»
Niels Hintermann ist zurück! Nachdem der 30-Jährige den ganzen Weltcup-Winter 2024/25 aufgrund einer Krebserkrankung verpasst, feiert er in dieser Saison ein beeindruckendes Comeback und fährt bei der zweiten Abfahrt in Gröden auf den starken siebten Platz. Und das, obwohl er sich kurz vor dem Start nicht gut fühlt.
«Mental ging es mir heute nicht gut, ich habe mich nicht wohlgefühlt. Bei der Besichtigung habe ich gesehen, dass es viel eisiger wurde – ich konnte es nicht mehr einschätzen. Ich wusste fünf Minuten vor dem Start nicht, ob ich fahren soll oder nicht», sagt Hintermann, im SRF-Interview.
Er habe sich schliesslich doch für einen Start entschieden, erklärt der dreifache Weltcup-Sieger: «Wenn das Gefühl schlimmer geworden wäre, hätte ich einfach abgebrochen. Aber das Gefühl wurde besser, die Sprünge gefielen mir und ich bin in einen Flow gekommen.»
Und so fährt der entfesselte Hintermann auf der Saslong mitten in die Weltspitze – und erstmals seit seinem Sieg in Kvitjfell im Februar 2024 in die Top 10 eines Weltcup-Rennens. «Ich hätte das sofort unterschrieben», stellt der Zürcher klar und sagt: «Wie ich am Start einerseits meinen Körper aufwärmen musste, aber vor allem das Mindset hinzubringen, dass ich nur schon zum Starthaus rausgehe heute – und es dann so passieren lassen, dass ich immer mehr reinkomme. Das ist für mich eine Meisterleistung. Das hätte ich letztes Jahr sicher nicht gekonnt. Und auf das bin ich extrem stolz.»