Die dreifache Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch spricht in einem Podcast über ihre Rivalität zu Lindsey Vonn und verrät, wieso ihre Freundschaft den erbitterten Konkurrenzkampf nicht überlebt hat.
Maria Höfl-Riesch gewinnt in ihrer eindrücklichen Karriere drei Olympia- und zwei WM-Goldmedaillen und ist in ihren besten Jahren die grosse Rivalin von Lindsey Vonn. Mit der US-Amerikanerin duelliert sich die Deutsche schon in jungen Jahren, erstmals an der Junioren-WM 2002.
Zwischen den beiden Weggefährtinnen entsteht gar eine Freundschaft. Als sich Höfl-Riesch 2005 innerhalb eines Jahres zwei Kreuzbandrisse zuzieht, kann sie auf die Unterstützung von Vonn zählen. «Da haben wir uns verstanden, als ich dann zurückkam von meinen Verletzungen, als sie natürlich ganz klar die Bessere war, bis ich mich wieder komplett erholt habe, sowohl mental als auch körperlich», erzählt Höfl-Riesch im Podcast «Sport1 Deep Die».
Der verhängnisvolle Kugel-Kampf
Doch dann habe sich das Verhältnis zwischen den beiden Ausnahmekönnerinnen verändert. «Als sich dann das Duell auch um den Gesamtweltcup zugespitzt hat, gab es dann auch Knatsch. Das war so», sagt Höfl-Riesch. Es hätten zwar beide ihren Anteil daran gehabt, stellt die 40-Jährige klar: «Aber sie konnte auf jeden Fall nicht so gut damit umgehen, wenn ich sie geschlagen habe, als andersrum.»
Als Höfl-Riesch 2011 den Gesamtweltcup mit nur drei Punkten Vorsprung für sich entscheidet und sich Vonn wegen eines ausgefallenen Rennens betrogen fühlt, kommt es zum Bruch. Später folgt zwar eine Aussprache. Doch für Höfl-Riesch ist klar: «Es ist nicht mehr so, wie es vorher zwischen uns war.»