Slalom-Asse schlagen zurück Holdener kontert die Kritik – Rast mit Kampfansage an Shiffrin

Luca Betschart

23.11.2025

Camille Rast schafft im zweiten Slalom der Saison den Sprung auf das Podest.
Camille Rast schafft im zweiten Slalom der Saison den Sprung auf das Podest.
Keystone

Nach dem verhaltenen Saisonauftakt in Levi schlagen Camille Rast und Wendy Holdener im Slalom von Gurgl zurück und überzeugen mit starken Fahrten. Insbesondere bei Rast ist die Erleichterung spürbar. 

Luca Betschart

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  • Im zweiten Slalom der Saison jubelt Swiss-Ski über den ersten Podestplatz: Camille Rast klassiert sich hinter Mikaela Shiffrin und Lara Colturi auf dem dritten Platz.
  • Die Erleichterung ist Rast nach dem Rennen anzumerken. Dennoch will sie mehr – und sagt Dominatorin Mikaela Shiffrin im Zielraum den Kampf an.
  • Knapp neben dem Podest landet Wendy Holdener. Die 32-Jährige zeigt sich mit ihrer Leistung zufrieden – und betont nach dem Rennen, dass sie die Kritik nach dem Saisonauftakt in Levi etwas zu extrem fand. 

Am vergangenen Wochenende können die Schweizerinnen zum Slalom-Auftakt in Levi nicht ganz mit den Schnellsten mithalten. Holdener verliert in Finnland über drei Sekunden auf Siegerin Shiffrin und fährt auf Platz 8, Rast klassiert sich auf dem 15. Schlussrang. Doch davon lässt sich das Schweizer Duo keinesfalls beirren – und schlägt schon am Sonntag mit den Plätzen 3 und 4 in Gurgl zurück.

«Letzte Woche habt ihr das ganze etwas kompliziert angeschaut. Es war der Saisonstart, da kann man Fehler machen», spricht die viertklassierte Holdener nach dem Rennen die aus ihrer Sicht etwas zu harte Kritik an und stellt klar: «Wir haben alle gewusst, dass wir nicht neben den Schuhen stehen. Es ist auch immer schwierig, am Start zu stehen und die richtige Einstellung zu finden und auf den Punkt die Leistung zu bringen.»

Das gelingt Holdener in Gurgl mit dem starken vierten Schlussrang, auch wenn sie sagt: «Es war nicht ganz das Spielerische, das ich mir erhofft oder gewünscht habe.» 

Rasts Kampfansage an Shiffrin

Noch besser läuft es Camille Rast, die es sogar auf das Podest schafft. Und das, obwohl die 26-Jährige nach wie vor mit Schmerzen an der Hüfte zu kämpfen hat. «Ich komme von weit weg mit meiner Hüfte. Ich bin mega stolz, dass ich heute zwei gute Läufe nach unten bringen konnte», freut sich Rast über ihren dritten Schlussrang.

Der Sieg dagegen scheint wie schon in Levi ausser Reichweite. Grund dafür ist Mikaela Shiffrin, die sich in hervorragender Verfassung befindet und die gesamte Konkurrenz erneut um mehr als eine Sekunde distanziert. Ist die US-Amerikanerin so überhaupt zu schlagen?

«Unmöglich ist es nicht. Ich habe in Levi und hier die beste Zeit im Steilhang gemacht. Es gibt Abschnitte, wo ich gleich schnell fahren kann wie Mikaela», sagt Rast selbstbewusst und sagt Shiffrin den Kampf an: «Jetzt muss ich einfach von oben bis unten und über zwei Läufe gleich schnell fahren, damit ich zuoberst stehen kann. Ich arbeite daran, die Saison ist noch lang.»

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