Wendy Holdener stürzt beim Slalom in Courchevel nach dem 1. Lauf im Zielraum und kracht in hohem Tempo in die Werbebanden. Dennoch startet sie zum 2. Lauf und fährt auf den starken 7. Schlussrang.
Das Sturz-Pech bei den Schweizer Skifahrerinnen will in diesem Winter einfach nicht enden. Nach Gut-Behrami, Suter und Gisin erwischt es beim Nacht-Slalom in Courchevel auch Wendy Holdener.
Die 32-Jährige verliert nach dem Überqueren der Ziellinie im 1. Lauf die Kontrolle über ihre Ski, überschlägt sich und prallt in hohem Tempo in die Werbebanden. Holdener hat sich zum Glück nicht gravierend verletzt, kann sich am Boden drehen und ihre Ski in Position bringen. Sie sei «mehr oder weniger okay», bestätigt SRF-Kommentator Men Marugg kurz darauf und bezieht sich auf Informationen aus dem Zielraum. Diesen hatte sie zuvor unter Schmerzen verlassen.
«Danke an die Physios, die mich aufgepäppelt haben»
Und tatsächlich: Holdener tritt trotz des heftigen Sturzes zum 2. Lauf an, kann sich gar noch um einen Platz verbessern und schafft es auf Schlussrang 7. «Ich realisiere es gerade noch nicht ganz. Ich bin erst am verarbeiten», sagt Holdener im SRF-Interview. «Ich habe sehr viel Glück gehabt. Ich habe ein wenig den Nacken verspannt und spüre das Knie ganz leicht. Beim Fahren habe ich es aber nicht gespürt. Danke an die Physios, die mich aufgepäppelt haben.»
Das war nach dem heftigen Sturz auch nötig. «Es war eine Achterbahnfahrt. Manchmal hattest du das Gefühl, es geht und es ist nichts. Doch dann kamen einfach wieder Tränen, weil du es noch am Verarbeiten bist», räumt Holdener ein. «Der Salto hätte nicht sein müssen. Es war eine schwierige Vorbereitung für den 2. Lauf.»