Wendy Holdener wollte im zweiten Slalom-Lauf von Copper Mountain angreifen und auf Sieg fahren. Statt Dominatorin Mikaela Shiffrin noch abzufangen, fiel die Schweizerin aber auf Rang 4 zurück und zeigte sich danach dementsprechend enttäuscht.
Beim Slalom der Frauen in Copper Mountain landet Wendy Holdener wie schon eine Woche zuvor in Gurgl auf dem undankbaren vierten Rang. Dabei lag die Schweizerin zur Halbzeit noch auf Rang 2, nur 0,28 Sekunden hinter der späteren, überlegenen Siegerin Mikaela Shiffrin.
Während sich die Amerikanerin mit 1,57 Sekunden Vorsprung ihren 104. Weltcupsieg holte, blieb Holdener nur der vierte Rang. Im SRF-Interview nach dem Rennen sagt die 32-Jährige über ihre Emotionen: «Ich bin genervt und traurig. Ich bin gar nicht ins Fahren gekommen.»
Holdener erklärt anschliessend, weshalb ihr der zweite Lauf so missglückte: «Vielleicht wollte ich oben etwas zu viel. Ich war aber gar nicht stabil. Ich wollte am Anfang auf Sieg fahren und habe mir das oben kaputt gemacht und danach noch die gute Platzierung vergeben.»
Statt die überlegene Shiffrin, die schon in Levi (1,66 Sekunden) und Gurgl (1,23 Sekunden) deutlich gewann, herauszufordern, fiel Holdener aber zwei Plätze zurück. Am Ende fehlten ihr 14 Hundertstel auf den dritten Rang von Lara Colturi. Nur weil man einen Fehler mache, heisse das jedoch nicht, dass man nicht gewinnen oder ein gutes Resultat machen könne, erklärt Holdener und resümiert: «Es war einfach zu unruhig.»