Rast nur knapp geschlagen «Ich hoffe, ich kann Shiffrin bald noch mehr unter Druck setzen»

Jan Arnet

28.12.2025

Camille Rast muss sich Mikaela Shiffrin am Semmering nur ganz knapp geschlagen geben.
Camille Rast muss sich Mikaela Shiffrin am Semmering nur ganz knapp geschlagen geben.
Bild: Keystone

Camille Rast hat ihren dritten Weltcupsieg nur knapp verpasst. Die Walliserin wird im Slalom von Semmering Zweite – neun Hundertstel hinter Mikaela Shiffrin. «Ich wäre lieber Erste gewesen», sagt Rast.

Jan Arnet

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  • Camille Rast verpasst beim Slalom in Semmering den Sieg um nur neun Hundertstel und wird Zweite hinter Mikaela Shiffrin.
  • «Ich hoffe, ich kann Shiffrin bald noch mehr unter Druck setzen», sagt die Schweizerin nach dem Rennen.
  • Trotz eines kleinen Fehlers im zweiten Lauf zeigt sich Rast zufrieden: «Es läuft gut im Moment. Ich bin wirklich zufrieden.»

Nach dem zweiten Platz im Riesenslalom am Vortag lag Rast nach dem ersten Slalom-Lauf am Sonntag sogar in Führung. Doch Shiffrin, zunächst nur Vierte, zeigte im Finaldurchgang eine starke Reaktion, fuhr Laufbestzeit und sicherte sich ihren fünften Slalomsieg des Olympiawinters. 

Rast verpasste damit hauchdünn den historischen Erfolg: Sie hätte als erst zweite Schweizerin nach Michelle Gisin vor fünf Jahren den Semmering-Slalom gewinnen können. Bereits am Samstag hatte sie den Sieg im Riesenslalom um 14 Hundertstel verpasst.

Kleiner Fehler kostet den Sieg

Zweimal Zweite an einem Wochenende ist dennoch eine hervorragende Leistung, auch wenn sie «lieber Erste gewesen wäre», wie Rast nach dem Rennen im SRF-Interview schmunzelt. 

Viel vorwerfen kann sich die Slalom-Weltmeisterin nicht. Auf einer schwierigen, stark abbauenden Piste war sie im ersten Lauf die Schnellste und im zweiten die Zweitschnellste. «Unten habe ich wieder einen Fehler gemacht», sagt sie aber.

«Ich hörte das Publikum, vielleicht hat mich das etwas aus dem Tritt gebracht», so Rast weiter. «Aber ja ... es läuft gut im Moment. Ich bin wirklich zufrieden.»

Rast will Shiffrin weiter angreifen

Für Rast ist es bereits der achte Podestplatz im Weltcup – alle innerhalb von 13 Monaten. Nur Shiffrin kann sie auch heute nicht bezwingen. «Je weniger Fehler man macht, desto besser wird es. Ich hoffe, ich kann Shiffrin bald noch mehr unter Druck setzen», meint die Schweizerin. «Nächste Woche habe ich die nächste Chance.»

Weiter geht es für die Technikerinnen nach dem Jahreswechsel in Kranjska Gora, wo Anfang Januar ein Riesenslalom und ein Slalom anstehen. Jetzt gibt es für Rast und Co. aber ein paar Tage Pause. «Heute gibt es sicher ein gutes Abendessen und eine gute Flasche Wein.»  


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