Nächste Enttäuschung für Yule «In der Weihnachts-Pause muss ich über die Bücher»

Jan Arnet

22.12.2025

Daniel Yule muss sich in Alta Badia mit Rang 26 begnügen.
Daniel Yule muss sich in Alta Badia mit Rang 26 begnügen.
Keystone

Während Loïc Meillard seine Top-Form gefunden hat, läuft es Daniel Yule in diesem Weltcup-Winter noch überhaupt nicht rund. In Alta Badia gibt's eine weitere Enttäuschung für den Walliser. 

Jan Arnet

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Loïc Meillard bestätigt seine starke Form und wird Dritter im Slalom von Alta Badia, obwohl ein Fahrfehler im zweiten Lauf womöglich den Sieg kostete.
  • Daniel Yule verpasst erneut die Top 10, wird nur 26., und zeigt sich ratlos über seine anhaltende Formkrise in dieser Saison.
  • Während Meillard sich auf eine wohlverdiente Weihnachts-Pause freut, hofft Yule auf «schnelle Schwünge» als Geschenk, um zurück in die Erfolgsspur zu finden.

Nach seinen Glanzleistungen in Val-d'Isère (Sieg im Riesenslalom, 2. Platz im Slalom) liefert Loïc Meillard auch im Slalom von Alta Badia ab. Hinter Atle Lie McGrath und Clément Noël wird er Dritter. Damit ist der Romand aber nicht restlos zufrieden. Ein Fehler im mittleren Abschnitt des zweiten Laufs kostet ihn womöglich sogar den Sieg. 

«Einerseits ärgert es mich, weil ich weiss, dass ich mit meinem Fehler den Sieg wegwerfe. Auf der anderen Seite bin ich froh, dass ich trotz des Fehlers den Rhythmus wiedergefunden habe und es doch noch fürs Podest gereicht hat», sagt Meillard nach dem Rennen dem SRF. «Ich wollte attackieren und verlor dann etwas die Kontrolle. Das kostet dann sofort viel Zeit.»

Nach intensiven Wochen und vielen Reisen gibt es für die Techniker nun ein paar Tage Pause, bis es am 7. Januar mit dem Nachtslalom von Madonna di Campiglio weitergeht. Jetzt freue er sich auf die Weihnachten, sagt Meillard: «Ich will es geniessen, etwas gutes Essen und ein Glas Wein trinken. Einfach ein bisschen Ruhe haben mit der Familie, das wird schön.»

Daniel Yule und die Suche nach der Top-Form

Weniger genussvoll werden die Feiertage für Daniel Yule, der auch im vierten Slalom der Saison die Top 10 verpasst und nur 26. wird. «In der Weihnachts-Pause muss ich über die Bücher», konstatiert der 32-Jährige. Als 29. des 1. Laufs schaffte er schon die Quali für die Entscheidung nur ganz knapp. 

22., 11., 21. und nun 26. lauten die Saison-Resultate des Wallisers, der 2018/19 und 2019/20 noch die kleine Kristallkugel holte. Yule kann sich auch nicht wirklich erklären, warum es in diesem Winter noch nicht richtig laufen will. «Ich hatte im 2. Lauf schon das Gefühl, dass ein bisschen mehr Tempo drin war, aber trotzdem war es langsam. Vielleicht wollte ich einfach zu viel. Mit Gewalt hat es leider nicht funktioniert.»

Seinen siebten und bislang letzten Weltcup-Sieg holte Yule im Februar 2024 in Chamonix, seither stand er nie mehr auf dem Podest. Deswegen hat Yule eine ganz spezielle Bitte ans Christkind: «Schnelle Schwünge» wünscht er sich zu Weihnachten.


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