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Jetzt meldenJohan Eliasch verpasst gegen Alexander Ospelt die Wiederwahl denkbar knapp und muss sein Amt als Präsident der FIS nach fünf Jahren abtreten. Die Reaktionen zum Machtwechsel im internationalen Ski-Verband.
«Ich habe immer gesagt, dass dies für mich eine Win-win-Situation sein würde, denn entweder bekomme ich mein Leben zurück oder ich gewinne die Wahl. So oder so bin ich also sehr glücklich», sagt Eliasch nach der verpassten Wiederwahl. «Wir haben in diesen Jahren gemeinsam viel erreicht und es wäre sehr schade, das einfach so gehen zu lassen.»
Zugleich reagiert der 64-Jährige mit heftigen Vorwürfen gegen das Internationale Olympische Komitee auf sein Aus. «Ich möchte einen Punkt ansprechen und das ist sehr wichtig: Ich habe von vielen gehört, dass das IOC versucht hat, das Wahlergebnis zu beeinflussen. Dagegen müssen wir standhaft bleiben, denn wir sind eine unabhängige Organisation.»
«Ich möchte euch allen danken für den guten Dialog, den wir geführt haben. Und ich danke euch für das Vertrauen. Wir sind die weltweiten Vertreter unserer wunderbaren Schneesportarten. Ich tue das aus Verantwortungsbewusstsein und weil ich mir dieser Verantwortung bewusst bin», sagt Alexander Ospelt nach seiner Wahl. «Wir alle sind die FIS. Ich werde Präsident sein für euch alle. Lasst uns für unseren Sport zusammenstehen.»
«Wir gratulieren Alexander Ospelt herzlich zu seinem Wahlsieg, von dem wir felsenfest überzeugt waren. Ein Wechsel an der Spitze des Internationalen Ski- und Snowboardverbandes war aus unserer Sicht nötig – deshalb ist der heutige Tag ein Sieg für den Sport», sagt Christian Scherer, Generalsekretär des österreichischen Ski-Verbandes. «Johan Eliasch, der sehr viele Veränderungen angestossen hat und dem ich an dieser Stelle für seinen Einsatz und sein Engagement danken möchte, ist es in den vergangenen Jahren leider nicht gelungen, die nationalen Verbände für seine Ideen und Visionen zu gewinnen. Dieser Vertrauensverlust war heute spürbar – es war Zeit für einen Kurswechsel.»
ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober zeigt sich erleichtert: «Viele Wintersport-Nationen haben diesen Wechsel herbeigesehnt. Die Bewerbung von Alexander Ospelt unter dem Motto ‹Building Bridges› ist genau das, was es in der FIS jetzt dringend benötigt.»
Mit «riesiger Erleichterung» reagiert der deutsche Ski-Verband und Kommunikationschef Stefan Schwarzbach sagt: «Dieser jahrelange Alptraum ist vorbei. Mit nur einer Stimme Vorsprung – knapper hätte es kaum sein können. Vielleicht macht genau das deutlich, wie viel auf dem Spiel stand und wie hart in den vergangenen Wochen und Monaten für diesen Wechsel gearbeitet wurde.»
Man habe nun die Hoffnung, dass die FIS «wieder zu dem wird, was sie einmal war: ein Vorzeigeverband, der seinen Mitgliedern dient, ihre Interessen ernst nimmt und den Sport in den Mittelpunkt ihres Handelns stellt». Der Kurswechsel gebe «die Chance auf einen echten Neuanfang», glaubt Schwarzbach. «Die vergangenen Jahre waren Jahre des Stillstands, in manchen Bereichen sogar des Rückschritts. Und wir werden die Folgen dieser Zeit sicherlich noch eine Weile spüren.»