Matthias Iten ist als grosser Underdog in die Saison gestartet – und glänzt im Wengen-Slalom mit Rang 6. Damit hat er die Kriterien für eine Olympia-Teilnahme erfüllt. «Mir fehlen die Worte», sagt er nach dem Rennen.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Matthias Iten überrascht mit einem sensationellen 6. Platz im Wengen-Slalom und erfüllt damit die Kriterien für eine Olympia-Teilnahme. «Es ist der Wahnsinn», sagt Iten nach dem Rennen.
- Loïc Meillard verpasst trotz guter Ausgangslage nach dem 1. Lauf das Podest und zeigt sich enttäuscht: «Das war richtig schlecht.»
- Ramon Zenhäusern verpasst den 2. Lauf deutlich und ist ratlos und enttäuscht: «Ich dachte zuerst, die Zeitmessung stimmt nicht.»
Mit Laufbestzeit macht Matthias Iten einen Sprung von Platz 23 auf 6 und erfüllt damit die Selektionskriterien für die Olympischen Spiele. «Unglaublich», staunt der 26-Jährige nach dem Rennen selbst über seine Leistung. «In Wengen vor dem Heimpublikum eine solche Fahrt zu zeigen, ist der Wahnsinn.»
Er habe schon damit gerechnet, dass man mit einem guten zweiten Lauf einige Plätze gutmachen könne und habe entsprechend angreifen wollen. «Ich wollte alles riskieren. Das ist voll aufgegangen.»
Mit Rang 10 in Val-d'Isère und jetzt dem 6. Platz in Wengen hat der Innerschweizer die Olympia-Kriterien erfüllt. «Mir fehlen ehrlich gesagt etwas die Worte», sagt Iten. «In diesem Jahr ist im Slalom vieles möglich, wenn man einen 2. Lauf hat. Ich versuche einfach zu zeigen, was ich kann. Heute ist es aufgegangen, es ist unglaublich.»
Meillard und Zenhäusern bitter enttäuscht
Ganz anders ist die Gefühlslage bei Loïc Meillard. Trotz eines guten vierten Ranges ist der Romand alles andere als zufrieden mit seiner Leistung. Nach dem 1. Lauf war nur Atle Lie McGrath schneller als er, im 2. Durchgang vergibt Meillard den Sprung aufs Treppchen mit einigen Fehlern.
«Im 2. Lauf hat alles gefehlt für einen Podestplatz. Das war richtig schlecht», spricht Meillard bei SRF Klartext. «Damit kann ich überhaupt nicht zufrieden sein. Ich war nicht im Rhythmus, nicht in der richtigen Spur. So kann man nicht nach vorne kommen.» McGrath gewinnt das Rennen am Ende vor Lucas Pinheiro Braathen und Henrik Kristoffersen. Meillard fehlt eine halbe Sekunde aufs Podest.
Auch Ramon Zenhäusern, in Adelboden noch starker 15., reist enttäuscht aus Wengen ab. Er verpasste den 2. Lauf deutlich. «Ich weiss nicht, was ich sagen soll. Ich war einfach putzlangsam! Im Ziel dachte ich zuerst, die Zeitmessung stimmt nicht. Vielleicht wollte ich einfach zu viel», sagt Zenhäusern. «Die Enttäuschung ist gross. Das hätte ich nicht erwartet.»