«Es war sehr emotional» Jasmine Flury kämpft nach ihrem lang ersehnten Comeback mit den Tränen

Syl Battistuzzi

12.12.2025

Jasmine Flury zurück im Weltcup.
Jasmine Flury zurück im Weltcup.
KEYSTONE

Ihr letztes Rennen hat Jasmine Flury im Februar 2024 bestritten, nun gab sie in St. Moritz ihr Comeback. Die 32-jährige Bündnerin wurde nach dem Rennen von den Emotionen übermannt.

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Syl Battistuzzi, Sandro Zappella

Nach 22 Monaten verletzungsbedingter Absenz gab Jasmine Flury, die Abfahrts-Weltmeisterin von 2023, diesen Freitag in St. Moritz ihr Comeback. Im Februar 2024 hatte die 32-jährige Bündnerin einen Knorpelschaden im Knie erlitten.

Es sei schon am Morgen nach der Besichtigung «sehr emotional» gewesen, meint Flury, die im Zielhang mit den Tränen kämpft. «Ich hatte so viel im Kopf und doch ist mein Kopf jetzt so leer», beschreibt sie gegenüber blue Sport ihre Gefühlslage. «Ich bin froh, dass ich im Ziel bin. Ich bin froh, dass der Tag vorbei ist.»

Die Vorbereitung sei mit ihrer Geschichte und dem Sturz von Michelle (Gisin) gestern «extrem schwierig» gewesen. «Es hat schon in Copper Mountain (Lara Gut-Behrami – d. Red.) angefangen, dann letzte Woche mit Corinne (Suter). Es war alles ein bisschen viel in den letzten zwei Wochen», gibt Flury zu. 

«Es war ein Gefühlschaos»

Sie sei immer noch daran, das aufzuarbeiten, damit sie sich auf sich konzentrieren könne. «Sicher ist man mit den Gedanken bei ihnen – gleichzeitig durfte ich mich über das Rennen freuen – es war ein Gefühlschaos», erläutert sie. 

Das Resultat (30. Rang – d. Red. ) heute sei «ein bisschen nebensächlich». «Ich habe versucht, mit Freude runterzufahren. Ich habe sicher ein paar Fehler gemacht, die Entschlossenheit fehlt noch. Ich glaube, diese Rennkilometer muss ich jetzt einfach sammeln, diese Zeit muss ich mir geben und jetzt einfach so Schritt für Schritt weitermachen», resümiert sie. 

Bereits voll im Renn-Rhythmus präsentierte sich Lindsey Vonn, die in St. Moritz überlegen gewann. «Ich habe letzte Woche in Amerika mit ihr trainiert. Sie nimmt die Stöcke nicht raus. Es ist unglaublich cool, ihr zuzuschauen. Die Linie, die sie hier runterzog, muss man sicher nachschauen», staunt Flury über die US-Amerikanerin. 

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