Das zweite Abfahrtstraining auf der legendären Streif in Kitzbühel wird von einem schweren Sturz überschattet. Doch nun gibt der Verunfallte Entwarnung.
Ken Caillot war vor dem heutigen Training nur Ski-Experten ein Begriff. Dass sein Name nun in aller Munde ist, hat einen schmerzhaften Grund. Der 27-jährige Franzose nimmt das Abfahrtstraining auf der Streif mit der Startnummer 59 in Angriff, erreicht das Ziel aber nie.
Denn Caillot begeht vor der Mausefalle einen Fahrfehler und wird danach fürchterlich durch die Luft geschleudert. Der Franzose wird schliesslich mit dem Helikopter abtransportiert.
Doch es gibt gute Nachrichten, Caillot gibt höchstpersönlich Entwarnung. Auf Instagram schreibt er an die Fans gewandt: «Mit diesem Beitrag will ich euch sagen, dass ich mir nichts gebrochen habe.»
«Ich bin unglaublich glimpflich davongekommen, nur ein dicker blauer Fleck am Rücken.» Er ist sich bewusst, dass alles viel schlimmer hätte kommen können und so bedankt er sich auch bei den Herstellern seines Airbags und Helms. Für Caillot ist klar: «Ich habe einen kleinen Schutzengel.»
Der fürchterliche Sturz von Albrecht
Auf der legendären Streif in Kitzbühel kommt es immer wieder zu schlimmen Unfällen. Unvergessen etwa, wie am 22. Januar 2009 Daniel Albrecht im Training beim Zielsprung in Rücklage gerät und nach einem 70-Meter-Flug brutal mit dem Kopf gegen den Boden klatscht. Dreieinhalb Wochen bleibt Albrecht mit einem Schädel-Hirn-Trauma im künstlichen Koma. Als er aufwacht, weiss er zunächst nicht einmal mehr, wer er ist. Zwar kämpft er sich noch einmal zurück, kommt aber nie mehr über einen 21. Rang hinaus.