Marco Odermatt gewinnt den Super-G von Copper Mountain vor Vincent Kriechmayr und Raphael Haaser. Zu reden gibt dabei das Comeback eines ganz Grossen: Aleksander Kilde.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- 684 Tage nach seinem schweren Sturz beim Lauberhorn feiert Aleksander Kilde beim Super-G in Copper Mountain sein emotionales Comeback.
- Das sportliche Ergebnis (Platz 24) ist zweitrangig – Kildes Rückkehr nach einer langwierigen Rehabilitation wird von grosser Erleichterung und vielen Emotionen begleitet.
- Seine Partnerin Mikaela Shiffrin unterstützte ihn intensiv während der Genesung und zeigte sich beim Rennen tief berührt von seinem Durchhaltewillen.
Am 13. Januar 2024 stürzt Aleksander Kilde beim Ziel-S der Lauberhornabfahrt und kracht mit voller Wucht in die Sicherheitsnetze. Schwere Verletzungen am rechten Bein und an der linken Schulter lautet die schwerwiegende Diagnose.
Statt sich mit dem Karriereende zu befassen, kämpft sich der heutige 33-Jährige noch einmal zurück – nicht ohne Rückschläge. Der Heilungsverlauf verzögert sich beim Partner von US-Skistar Mikaela Shiffrin aufgrund einer Infektion in der Schulter. Kilde lässt sich nicht unterkriegen und schuftet weiter am Comeback.
Am 27. November 2025 – 684 Tage nach dem Sturz in Wengen – ist es so weit. Kilde geht beim Super-G in Copper Mountain mit der Nummer 22 ins Rennen. Am Ende wird er beim Sieg von Marco Odermatt 24. – das Resultat ist dabei zweitrangig, wie es auch die Tränen von Shiffrin bei der Zieleinfahrt ihres Liebsten beweisen.
«Wahnsinn. Es war so schön zum Fahren, ein Traum», sagte der 33-Jährige im Zielraum gegenüber SRF. Schon die ganze Woche sei er nervös gewesen. «Nun habe ich viele Emotionen.»
Emotional berührt war auch Shiffrin. «Es war schon sehr speziell, dass ich bei seinem Comeback dabei sein konnte. Ich bin sehr stolz auf ihn», sagte die beste Skifahrerin der Geschichte, die am Samstag und Sonntag in Copper Mountain ebenfalls im Einsatz steht.
Shiffrin sei für ihn der Fels in der Brandung gewesen, sagte Kilde. «Sie hat mich vom ersten Tag an unterstützt. Nicht nur persönlich, sondern auch als Athletin. Ich bin froh, dass ich so viel mit ihr teilen kann. Die Unterstützung, die ich von ihr gekriegt habe, war Wahnsinn. Ich liebe sie.»