Der Schweizer Skifahrer Marco Kohler (28) verpasst mit einem Kreuzbandriss den Rest der Olympia-Saison. Es ist bereits das dritte Mal, dass sich der Berner schwer am Knie verletzt.
Wie Swiss-Ski in einer Medienmitteilung schreibt, hat sich Marco Kohler bei der Abfahrt in Kitzbühel schwer am Knie verletzt. Untersuchungen in der Hirslanden Klinik in Zürich hätten einen Riss des vorderen Kreuzbandes ergeben. Der 28-Jährige werde in den kommenden Tagen sein rechtes Knie operieren. Er nutze die Time-Out-Phase zudem, um mit einem zweiten Eingriff eine alte Verletzung am anderen Knie zu sanieren.
Durch die Verletzung wird Kohler auch die Olympischen Spiele in Milano/Cortina verpassen. Die Selektions-Kriterien erfüllte der Berner in der Abfahrt dank den Rängen 11 in Gröden und 13 in Wengen. Zudem fuhr Kohler im Super-G von Livigno auf Rang 11.
Unglaubliches Verletzungspech
Für Marco Kohler ist es bereits die dritte schwere Knieverletzung. 2020 stürzte er als Vorfahrer des ersten Trainings der Wengen-Abfahrt kurz vor dem Ziel schwer und riss sich das Kreuzband, die Patellasehne und das Innenband im linken Knie.
Kohler kämpfte sich zurück und schaffte im Winter 2023/24 den Durchbruch, als er in Gröden auf Rang 8 und in Bormio auf Rang 10 fuhr. Kurz darauf stürzte er erneut in Wengen schwer und zog sich einen Kreuzband- und Meniskusriss zu.
Kohler schaffte es erneut, sich im Weltcup zu etablieren, fuhr in dieser Saison schon sieben Mal in die Weltcup-Punkte und durfte von Olympia träumen. Bei der Abfahrt in Kitzbühel kam Kohler kurz vor dem Ziel von der Piste ab. Der 28-Jährige stürzte zwar nicht, riss sich dabei aber dennoch das Kreuzband und wird erneut eine lange Pause einlegen müssen.
Auf Instagram schreibt Kohler, dass ihn die Diagnose sowohl körperlich als auch mental hart getroffen habe. Der Weg zurück werde kein einfacher sein, aber aufzugeben sei nie eine Option gewesen: «Rückschläge definieren mich nicht, wie ich darauf reagierte tut es.»